…sind wir langsam müde vom Schäfchen zählen und mühen uns ab, Motivation zu behalten immer weiter an den Deichen zu fahren. Wir erfreuen uns natürlich weiter an der friesischen Gastfreundschaft, der Teekultur und vor allem können wir uns natürlichen nicht sattsehen an dem Naturspektakel Wattenmeer.





Bei einem Besuch in einem Teemuseum in Houwezijl hielt man uns für Influencer, weil wir wohl etwas viel fotografiert haben 😉 und von unserem Blog erzählt haben. Wir bekamen klassischen Friesentee mit Teekuchen in einem wunderschön angelegten Garten. Hier schien die Zeit stehengeblieben zu sein. möglichst viel davon sollten wir in unserem Blog zeigen, auf jeden Fall auch die ausgefallene Sammlung an Teekannen.






Heute Nacht übernachten wir in einem alten Schulhaus in Ferwert. Wir lernen hier schnell 4 holländische Gäste kennen, die dann auch im gleichen und einzigen Restaurant, Kroon van Marjin, zu Abend essen. Besonders erwähnenswert ist das Ferwerter Bier, das in Messingbechern gereicht wurde und wirklich besonders gut schmeckte. Es wird hier gebraut.


Unsere Gastgeberin sorgt am nächsten Morgen für ein leckeres Frühstück, danach ging es weiter für uns. Der Wind war die letzten beiden Tage schon anstrengend. Heute wird es aber echt zu hart, bis zu 60km Westwind also Gegenwind und das alles nur links vom Deich übers freie Feld. Wir checkken mal die Niederlänische Bahn App und tatsächlich gibt es eine Lösung für das Windproblem. Erst mit den Rädern nach Leeuwarden, so haben wir den Wind nur von der Seite.



Dort nehmen wir den Zug nach Meppel, radeln dann weiter nach Zwolle, hier bekommen wir Anschluss nach Den Haag. So haben wir es geschafft innerhalb eines Tages mit Rad und Bahn ein großes Stück voranzukommen und sind jetzt in Scheveningen direkt am Meer. Die Landschaft hat sich deutlich verändert.






Heute Morgen machen wir uns nach einem guten Frühstück an der Promenade entlang von Scheveningen aus auf den Weg nach Hoek van Holland. Es sollte ein entspannter Fahrtag werden, weil von dort eine Fußgänger und Fahrradfahrer Fähre durch das Hafengebiet von Rotterdam nach Maasvlakte fahren würde. Wir radeln begeistert durch die Dünenlandschaft und cruisen auf und ab, sehen das Ganze, nach langer flacher Ebene als Vorbereitung auf die schroffere Gegend in der Bretagne.




Angekommen in Hoek van Holland müssen wir feststellen, dass diese Fähre nur dreimal am Tag fährt und manchmal montags oder donnerstags nicht. Einigen wir uns mal darauf, das heute manchmal ist. Auf jeden Fall fuhr die Fähre nicht. 😉 Mit einem holländischen Radlerpaar beratschlagen wir eine Alternative, die darauf hinauslief 20km entfernt nach Maassluis zu fahren, dort gibt es eine kleine Autofähre die auf jeden Fall ganz oft täglich aktiv ist. Es gilt halt diese 3 Zipfel im Rhein Maas Delta an der holländischen Nordseeküste zu überqueren.


Das hat dann im Prinzip alles gut geklappt und ein wenig freuen wir uns auf die erste Damm Überquerung über die Nordsee dem Haringvlietdamm. Gleich zu Beginn ging so ein extremer Regen los, den wir noch nie erlebt haben, es fühlte sich an wie Hagel, der uns mit Gegenwind entgegenschleuderte. Das war eigentlich schon fast lustig, das passte auf den Punkt 😉 die ganze Zeit hielt sich das Wetter und nur gerade in dem Moment öffneten sich die Schleusen im Himmel und alles was ging kam runter. Keine Fotos möglich, Wasser in den Schuhen, alles durchnässt – ein Grinsen im Gesicht konnten wir uns dennoch nicht verkneifen, ein sehr erschöpftes Grinsen.
Ach ja liebe Lilli, da das mit dem Wind und den Schafen mit den Locken so einleuchtend erklärt ist 😉 wir haben jetzt eine neue Erfahrung „Regen ist erst, wenn die Heringe auf Augenhöhe vorbeischwimmen“!!!!
Was ist denn das Phänomen mit den Schaflocken? Haben die Schafe Locken vom vielen Wind? @Lilly
Wenn der Wind die Locken geradeweht, dann ist halt Wind. Aber das mit den Heringen und dem Regen gefällt mir auch. Das hatte ich neulich im Freibad. Es kam so viel Wasser vom Himmel, wie es im Freibad schon mal war. Ich dachte, ich tauche gerade. Es war kein ‚ Ufer ‚ mehr zu erkennen. Aber ab jetzt viel Sonne, oder? Gute Weiterfahrt, ihr Lieben. Ciao = Tante