… wir haben eine erholsame Zeit mit Janina, Piet und Leo in Mesquer. Viel Strand, baden, endlich mal wieder selber kochen, Wäsche waschen und ganz viel Babyzeit ;-). Hier so stationär macht uns die Hitze sehr zu schaffen, man kann es eigentlich nur im abgedunkelten Haus, oder vormittags am Strand aushalten.

Das macht es für den kleinen Leo, der gerade im Sturmschritt die Welt erobern möchte etwas schwer. Wie schnell die fünf Tage dort vergangen sind. Wir verabschieden uns noch nicht schweren Herzens, weil wir uns dann ja in vier Tagen noch einmal bei Tobias sehen werden.

Wir starten am 11.7. erneut mit den Rädern in Mesquer und Janina und Familie gehen zunächst auf einen Campingplatz am Strand. Wir brauchen ein paar Tage mehr zu Tobias als die Drei. Der erste Tag nach der erholsamen Zeit war sehr schwerfällig. Unser heutiges Ziel ist Saint Nazaire und es ist extrem warm.

Wir fahren durch die großen Salzfelder und sind froh, dass einige Wege wieder durch Wälder führen, die uns Schatten spenden. In St. Nazaire übernachten wir in einem kleinen Motel mitten in einem Industriegebiet. Wir sind überrascht, dennoch eine sehr besondere Situation vorzufinden. Hier ist alles ebenerdig aufgereiht und wir haben ein kleines klimatisiertes Zimmer. Das Besondere ist, dass dieses Greet Hotel bemüht ist den Punkt Umweltfreundlichkeit nicht nur auf den Hinweis des Handtuchbenutzens zu begrenzen. Hier werden Sachen für die Einrichtung benutzt, die sonst weggeworfen werden, gerne auch reparierte Dinge. Die alte Schreibtischlampe als Nachttischlampe, ein bemalter Plastikkanister als Lampenschirm, eine alte Schallplatte dekoriert ebenfalls eine Glühbirne, Ken und Barbie als Hinweisschild für das WC.

So geht es immer weiter, wenn man genau hinschaut, alles verschiedene Teller und Tassen, unterschiedliche Stühle usw. Hinter der Holzterasse ein Hühnerhaus mit freilaufenden Hühnern, ein Bienenhotel und ganz viel Bienen-Wiese – und man denke an den Anfang „mitten im Industriegebiet“. Wir fühlten uns hier wohl, wie in einer kleinen Oase.

Am nächsten Morgen geht es wieder los Richtung Nantes, wieder Hitze und so viel wie wir heute geschwitzt haben, das haben wir noch nicht erlebt. Wir haben soooo viel getrunken – unfassbar. Ein kleine Fähre bringt uns in Coueron über die Loire nach Le Pellerin, ein kleines Stück noch, dann haben wir eine der wenigen noch buchbaren Unterkünfte erreicht. Es ist halt aufgrund des Nationalfeiertages am 14.7. ein langes Wochenende und so ziemlich alles ausgebucht.

Wir sind etwas aufgeregt, ist es doch heute unser letzter offizieller Tag dieser großen Radrunde wir kommen unserem Startpunkt und somit auch unserem Zielpunkt immer näher. Heute fahren wir einen Google Track, der uns auch wieder wunderbar über Felder, Äcker und landwirtschaftliche Gelände führt. Es ist heiß und auch heute kommen wir an unsere Grenzen. Ein kleines IBIS Zimmer mit Klimaanlage wird unser letztes Domizil, bis es dann morgen die restlichen 20km zu Tobias geht. Dann ist der Kreis geschlossen.

Ja was war das für eine Reise. Ohne den Aufenthalt in Hamburg waren es 100 Tage. In dieser Zeit sind wir etwas über 5000km mit dem Rad gefahren, nicht schlecht oder? Bei Kälte gestartet und bis zur Hitze alles an Wetter mitbekommen was es gibt. Unendliche Natur gesehen, tolle Orte besucht und Menschen kennengelernt. Klar gab es auch mal Stress und manchmal waren waren wir nicht einer Meinung, das gehört dazu. Ob wir es noch einmal machen? Im Moment ist die Lust nach Abenteuer und Fahrradfahren komplett erschöpft :-), das kennen wir schon. Jetzt freuen wir uns auch mal wieder auf „normalen Alltag“.

Ach, eine Sache noch, unsere Räder haben toll mitgemacht. Beide sind schon über 16Jahre alt, diesmal mussten wir nicht einmal aufpumpen und das bei 5000km Fahrleistung.
Ganz schön nachhaltig oder…??

3 Gedanken zu „Nun ist es eine Runde …

  1. War so schön mit euch und ihr könnt ordentlich stolz auf euch sein. GANZ SCHÖN KRASS! Oder wie ein Guse sagen würde – sehr spezial ♥️ bis bald und kommt langsam wieder an im „neuen Alltag“.

  2. Na das war ne Reise! Wow. Echt krass. Es gab wieder wunderschöne Fotos und nette Geschichten. Ich bin gespannt, euch wieder live und in Farbe zu sehen und zu erleben. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert