… bevor wir in Esbjerg heute starten können brauchen wir noch einen Fahrradladen, eine Pedale knackt, das nervt und muss beseitigt werden. Schnell hilft man uns und wir tauschen die Pedale noch vor der Tür aus, jetzt steht dem entspannten Rollen nichts mehr im Wege.

Es geht weiter am Nordseeküstenradweg mit Rückenwind und obwohl 100% Regenwahrscheinlichkeit vorrausgesagt war, trocken weiter nach Norden. Lange fahren wir entlang der Küste mit Meerblick alle 10km machen wir eine kurze Pause und genießen den Ausblick

Ab Oksbøl Richtung Vejers und Henne Strand führt uns der Track durch eine unfassbar schöne Landschaft. Seichte Dünen, vollbepackt mit Heidekissen – mittendrin mal Auerochsen oder Pferde. Wir sind ganz alleine unterwegs und genießen das Auf und Ab der Streckenführung.

In Henne Strand kaufen wir ein und mischen uns unter das touristische Treiben, uns führt es noch etwas weiter nach Nymindegab. Dort haben wir uns eine kleine Holzhüttte für heute Abend gebucht und freuen uns auf die Selbstversorgung.

Vor dem starken Regen in der Nacht waren wir gut geschützt in unserem kleinen Tiny House (natürlich nicht gegen den Lärm vom Regen gegen vier Uhr morgens – aber egal gehört dazu) und wir bepacken die Räder um uns auf den Weg zwischen Nordsee und dem Ringkøbing Fjord nach Hvide Sande zu machen. Dort haben wir einen Auftrag, nämlich eines der besten Fischbrötchen überhaupt zu essen.

Wieder bleiben wir überwiegend vom Regen verschont. Wenn Regen, dann plötzlich ganz doll, schnell stoppen, alles anziehen, was gegen Regen schützt, dann fertig….. Regen wieder vorbei 😉

Die Dünenlandschaft begeistert wieder und die Streckenführung auch. In Hvide Sande angekommen, finden wir hinter der Brücke zwischen Meer und Fjord das von Susann und Stephan angekündigte Fischgeschäft Røgeried Spisestedt in Hvide Sande. Wir reihen uns ein mit Nummerziehen, die Wartezeit zog sich nicht langweilig hin, allein die Auslagen des frischen Fisches, der vielen Salate und der Räucherware waren beeindrucken. Wir bestellen uns 2 Fischbrötchen mit warm geräucherten Lachs. Bei der Zubereitung konnte man zuschauen und ich fragte mich wirklich wie man bei dem Stapel an leckeren Dingen auf dem Brötchen noch abbeißen kann. Nun können wir bestätigen, Susann und Stephan ihr habt recht: so leckere Fischbrötchen haben wir noch nie gegessen. Der Weg hat sich gelohnt 😉

Für uns geht es dann weiter Richtung Norden nach Søndervig, vorbei an dem schönen Leuchtturm und den vielen schönen Ferienhäusern. Sobald wir die einzige Straße an dem schmalen Landstrich zwischen Nordsee und Fjord kreuzen wird schnell klar – es ist Samstag und Bettenwechsel. 90% deutsche Autos fahren Richtung Süden und Richtung Norden, wie eine Perlenkette auf dem Weg Heim oder auf der Suche nach dem gebuchten Häuschen.

Der Himmel zieht sich schon wieder zu und nach einer Diskussion Shelter, Zelt oder andere Unterkunft habe ich zum Glück gesiegt (Birgit). Ich musste raus aus dem Wind und hatte Sorge vor extremen Wettersituationen in der Nacht. Wir haben eine kleine Ferienwohnung in Ringkøbing gefunden und genießen jetzt beide den Komfort. Nun studieren wir die Wetterapp und sind etwas frustriert wegen der Entwicklung in den nächsten Tagen. Eine Übernachtung im Freien mit einem langen Abend auf Campingstühlen mit Blick in die Sterne entfernt sich immer mehr und passt wohl leider nicht in die Jahreszeit. Wir wollen aber noch nicht aufgeben.

Ein Gedanke zu „Dünen, Wind und Heide …

  1. Ach wie großartig ist der Norden. Okay, bis auf das kühlere Wetter. Könnt ihr mir nicht mal so ein Fischbrötchen mitbringen? Das sieht ja unglaublich lecker aus. (Scherz) Ich wünsche euch ab jetzt weniger Regen und Wind(außer von hinten) und noch viele schöne Begegnungen. Umarmung = Tante😘

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