… wir beginnen unseren Tag in dem nahegelegenen Café mit einem leckeren, ausgefallenem Frühstück. Im Sommer so erzählt man uns ist hier in „cold Hawaii“ der Treffpunkt für die Surfer bevor der Tag auf dem Wasser beginnt. Man spürt die Stimmung durch Dekoration, Bilder und Musik, der passende Wind ist auch unterwegs.


Gut gestärkt geht es dann für uns weiter Richtung Norden. Zunächst fahren wir nach Klitmøller und Hanstholm, dort sieht man überall Camper, an denen aufgehängte Neoprenanzüge im Wind wehen. Einige begeisterte Wassersportler auf der Suche nach der perfekten Welle tummeln sich hier.





Wir cruisen weiter durch die bizarre Dünenwelt und finden ein windgeschütztes Plätzchen für eine ausgiebige Pause. Dort suchen nach einer Unterkunft für heute Nacht, nicht ganz einfach denn die Hauptsaison ist heute vorbei. Die einzige Möglichkeit ist ein Campingplatz mit kleinen Holzhütten weitere 50km entfernt.


Das bedeutet für heute wieder ein Pensum von über 70km, erschwerend kommt hinzu, dass die Rezeption nur bis 18 Uhr geöffnet hat. Das bedeutet die restlichen km in 4 Stunden zu schaffen. Uffffff!!!!!


Aber was soll’s. Das geht schon. Immer auf und ab in großen Kurven rollen wir durch die Dünen. Sie sind riesig und umsäumt von großen Waldbereichen. Der Himmel ist voll von gewaltigen Wolken und die Sonne lässt sich zwischendurch immer mal sehen. Anstrengend sind die ewig langen Schotterstraßen. Das erfordert eine hohe Konzentration und führt schnell zur Ermüdung der Muskulatur und der Hände.
Aber wir kommen rechtzeitig an und können sogar unsere Vorräte etwas auffüllen. Es gibt Instantnudeln und kleine Frikadellen, ein Rest Brot und Käse. Kurz vor dem Sonnenuntergang genießen wir noch den Blick aufs offene Meer.


Am nächsten Morgen leider wieder dunkle Wolken, Regen und nun auch Kälte. Wir navigieren uns durch die WetterApps, leider sieht es in der nächsten Tagen schlecht bis sehr schlecht aus. Auch da wird es nichts mit einem gemütlichen Zeltabend. Unsere Recherche auf Booking ergibt leider auch keine guten Ergebnisse. Die Preise für Unterkünfte mit festen Mauern sind teilweise unfassbar teuer und auch mit Distanzen bis zu 100km verbunden.



Das sprengt unser Budget, das wir für diese „kleine Zwischendurchtour“ geplant hatten. Wir ziehen den Radius kleiner und lassen es bei einer Dänemarktour. Schweden oder Norwegen erledigt man halt nicht mal so eben nebenbei. Das Bedarf einer Extratour und auch sorgfältiger Planung.
Mit Regen und Westwind fahren wir deshalb heute Richtung Aalborg. Stramme 70km und wir erreichen diese schöne Stadt am Wasser. Und heute Abend beim Nachschauen fällt uns auf, dass auch hier eine direkte Verbindung zwischen Aalborg und Thyborøn zwischen Ost und Nordsee besteht. eigentlich ist in diesem Bereich der Übergang zwischen Nord- und Ostsee, Seen und Fjorden sehr fließend (beim wahrsten Sinne des Wortes 😉 Wobei wir wieder beim Thema sind. Es fließt halt das Wasser auch von oben. In Aalborg nehmen wir dann kurzerhand den Zug nach Esbjerg und werden morgen mit einer Tour über Tønder und Niebüll den Kreis schließen um dann mit der Regionalbahn, mit der wir letzte Woche gekommen sind wieder nach Hamburg fahren. Wir sind dankbar für alles Erlebte und haben nochmal viele und neue Erfahrungswerte mitgenommen, um uns für weitere Touren besser einzuschätzen zu können.
Wow, wieder tolle Fotos. Dänemark ist so schön. Aber mit dem Fahrrad auch herausfordernd bei dem Wetter. 😉
Habt eine gute Fahrt.
Nous sommes heureux de vous retrouver sur la route à vélo : toujours très admiratifs de votre parcours, et de votre enthousiasme : bravo bravo mille fois 👏