das waren die Worte einer alten Radfahrerweisheit mit denen uns unser heutiger Gastwirt nach dem Frühstück entließ.
Gestern kamen wir nach 18 Uhr dort an, telefonisch vorgebucht und mit dem Gruß vom Sven aus dem roten Ochsen im Gepäck von zwei Orten vorher, mit dem wir angeregt beim Kaffee über das Leben an sich philosophierten. Und zwar wieder auf einem Platz umrahmt von wunderbaren Fachwerkhäusern. Unsere heutige Gastwirtin hatte schon vorher angekündigt, wir sollen auf jeden Fall nicht hungrig kommen, weil die Wirtschaft heute geschlossen hat.
Völlig abgeschieden, total ruhig, ohne Internet und wenn nur „E“ 😉 sogar der Telefon Empfang hatte keine Balken mehr. Völlig ungewohnt!!! Wie oft schaut man eigentlich was bei Google nach…..
Als erstes wollten wir uns nämlich über Mauerwespen schlau machen, mit denen und ihrem Nest wir uns unseren kleine Balkon teilten. Uns wurde versichert die tun nichts. Sonnenschutz davorgeschoben, Problem nicht mehr da 😉 Wir haben uns unterwegs Baguette, Käse, Gürkchen und Chips gekauft und mit einem hiesigen Weißwein wurde es ein schöner Abend. Die Wespen ließen uns übrigens wirklich in Ruhe.

Es wurde dunkel und still, und zwar richtig dunkel, so ohne Fremdlicht. Wir freuten uns auf ruhigen Schlaf, standen nachts aber einige Kämpfe mit Mücken durch, waren aber dennoch rechtzeitig hoch, denn Punkt acht Uhr war die Vorgabe zum Frühstück der Wirtin. Das fiel nach der Nacht nicht leicht, ein wenig zerknittert füllen wir die Energiereserven auf.
Die beiden 80jährigen Herbergseltern gaben uns zur Abreise noch die alte Radfahrer Regel mit auf den Weg: „Mach den Buckel krumm, dann feste treten“ schon waren wir auf dem Weg nach Rotenburg ob der Tauber.
Es ging wieder hügelig zur Sache, ein regelmäßiges Auf und Ab mit einer heftigen Steigung in die Rotenburger Altstadt. Das hat sich aber gelohnt, man fühlt sich wie ins Mittelalter versetzt. Alles ist unglaublich gut erhalten und das obwohl eigentlich mal ein Befehl erteilt wurde Rotenburg ob der Tauber komplett zu zerstören. Dies verhinderte damals ein amerikanischer Staatssekretär, dessen Mutter immer von dieser Stadt geschwärmt hatte, weil sie die Stadt vor dem Krieg mal besucht hatte.
Weiter geht es Richtung Feuchtwangen, unserem heutigen Ziel. Hier bleibt uns ein besonderes Wetterschauspiel im Kopf. neben den üblichen Auf und Abs haben wir jetzt links von uns tiefdunkle Wolken und rechts von uns blauen Himmel und Sonne. Wir spüren während der Fahrt warm und kalt in regelmäßigen Abständen und fahren durch einen Hauch von erfrieschendem Nieselregen. Die riesigen Pfützen, die wir immer am Wegesrand sehen, zeigten dass wir wohl immer am Rand des Platzregens unterwegs waren.
Unser heutiges Zimmer ist zum Glück perfekt. Es gibt im hauseigenen Biergarten Hochzeitssuppe mit Grießnockerln, Leberknödeln und Backerbsen und Ralf traute sich ans Schäufele mit Kartoffelklößen, ein Fränkisches Traditionsgericht.
Wir sind gespannt auf morgen!












