es fällt uns schwer dies anzunehmen. Aus jedem Moment versuchen wir noch die volle Energie zu ziehen.

Beim Tiroler Wirt in Bischofshofen rollen wir zum Bahnhof und haben ohne Wartezeit Anschluss zu einem Zug nach Salzburg. Das kürzt 50km bekannte Strecke ab und ermöglicht uns 70km unbekannte Strecke.

In Salzburg geht es Richtung Braunau bzw. Simbach, dem Gegenpart auf der deutschen Seite des Grenzflusses Salzach. Wir haben auch hier ganz schön zu ackern, das haben wir am Vorabend schon dem Steigungsprofil entnehmen können. Gerade an den Flussteilen wo aus der Salzach, die Ach wird und sich dann alles gemeinsam im Inn vereinigt, gibt es keine Flusswege mehr, sondern es geht nach oben ;-( bezeichnenderweise heißt einer der Orte auch noch „Überackern“ und als der eine Ort dann „Mühltal“ hieß in den wir reinrauschten ahnten wir schon was kommt. Jetzt ist der Punkt erreicht – die Beine werden müde und der Wille zu „ackern“ schon gar nicht in Überackern…lässt nach.

Dennoch auch diesen Abend wieder einmal eine Belohnung, die blaue Frühabendstimmung an den Dämmen entlag des Inn. Der Fluß ist ganz glatt, kein Wind und schon leicht gedämpftes Licht dazu kein Laut, was für ein Glücksgefühl. Von Radlern, die sich auch gerade nicht sattsehen konnten an der Vereinigung von Salzach und Inn, bekommen wir den Tipp in Simbach bei einer Bierbrauerei anzufragen, dort gäbe es auch Fremdenzimmer. Alles klappt wieder prima, urige Biergartenstimmung.

Am nächsten Tag radeln wir dann die letzten km nach Passau, wir sind gespannt, denn zufällig hat meine Freundin Barbara gerade an dem Tag die Eröffnung ihrer Fotoausstellung zum Thema Klimawandel bei der „europäischen Woche“ in Passau. Während wir zum dritten Mal mit unsreen Rädern im gleichen Biergarten an der Donau sitzen, schreiben wir Barbara an und es kommt tatsächlich zu einem Überraschungstreffen.

Schon beeindruckend ihre Bilder hier an der Stadtmauer und in der Altstadt in Übergröße zu bestaunen, die auf unser wichtigstes Thema aufmerksam machen, unsere Welt. Passt zu unseren Wahrnehmungen auf den Rädern, der verlangsamte Blick auf unsere Umgebung.

So schließen wir unsere große Reise, die uns schon wieder soooo glücklich gemacht hat in Passau. Wir holen uns den vorbestellten Leihwagen ab, verstauen Räder und Gepäck und machen uns ein wenig unbeholfen auf den Weg in dieser viel schnelleren Weilt. Fünf Wochen waren wir neben der Spur. Es war wieder einmalig besonders und doch gibt es noch so viel zu entdecken auf diesem wunderschönen Planeten 🙂

2 Gedanken zu „Irgendwann muss auch mal Schluss sein…

  1. War schön euch zu begleiten. Danke für diese schönen Fotos und Schilderungen. Nun werden die Beine ausgeruht? Willkommen im platten Land.

  2. Welcome back kann man da nur sagen. 😉
    So eine Tour mit dem Rad ist schon was tolles. Es ist nicht so langsam wie gehen, aber langsam genug, um intensiv die Landschaft wahr zu nehmen, zu riechen und zu fühlen und man ist in Bewegung. Das ist gut für die Seele. Freut mich, dass alles so gut geklappt hat.

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