ein Birnbaum in seinem Garten stand.
Wir machen uns auf, um diesen zu suchen und starten bei super Wetter.
Temperaturmäßig fehlt allerdings die null hinter der drei. ;-(
Zum Glück haben wir die richtigen Klamotten und es geht los im Zwiebellook. Wieder weite Wege, gerade Strecken und um 11 Uhr haben wir schon 25 km auf dem Tacho. Wir fahren 10km an der Havel entlang, die Zeit scheint hier still zu stehen. Und wie verrückt – auf 10km Strecke sitzen fein abgesteckt wie Goldschürfer
oder Schrebergärtner die Angler der Region. Mit riesigen Schubkarren schaffen sie ihre Ausrüstung heran um mit wilden Konstruktionen eine möglichst komfortable Position beim Angeln zu haben. Mit hochgezogenen Augenbrauen wurden wir mit unseren klappernden Satteltaschen registriert.
Wieder waren Störche und Schwäne unsere Begleiter. Unser Ziel für diesen Tag ist die Hansestadt Tangermünde. Dafür müssen wir wieder die Elbe queren, diesmal mit einer antriebslosen Treidelfähre, am Seil geführt. Eine Fähre ohne Motor – also auch hier ohne störende Geräusche.

Schon gestern hatten wir ein schönes Café an der Elbe und auch heute finden wir direkt nach dem Fähranleger ein tolles Café in einem Resthof. Man merkt, dass die Saison gerade beginnt. Also zur Mittagszeit Kaffee, kurze Hose an, Sonnencreme und weiter geht´s.
In Tangermünde angekommen, sind wir wirklich total beeindruckt von der Stadt. Sie ist einer der wenigen Städte, in der noch die
komplette Altstadt, sowie die Stadtmauer erhalten ist. Man kommt sich wirklich vor wie im Mittelalter. Unsere Unterkunft eingeschlossen, denn das Hotel hat sich auf historischen Tourismus spezialisiert. Jedes Zimmer ist einer Person aus der Geschichte von Tangermünde gewidmet und entsprechend eingerichtet. Wir nächtigen in dem Zimmer der schönen Else. (Die schöne Else,
Stammmutter der Hohenzollern, blieb Tangermünde Zeit ihres Lebens treu. Trotz Pest und Armut wohnte sie in Tangermünde, weshalb wir ihr mit diesem schönen Zimmer ein Denkmal gesetzt haben)
Wir essen heute Abend genau genüber in einer alten Schulstube von 1825 und sitzen auf damaligen Schulbänken und Tischen. Dort bekommen wir unser Essen serviert. Weil uns unsere Angler so beeindruckt haben, Horst dabei mussten wir auch an dich denken, gibt es Karpfen auf Gemüsebett.
Greenpeace sagt Karpfen ist der einzige Fisch den man ohne Bedenken noch essen kann. 😉