…mit Gegenwind (ist eigentlich das Anstrengenste weil immer da). Wir starten in Bad Säckingen erstmal in Richtung Basel. Wie uns gestern schon auffiel, dass neuerdings wieder Flugzeuge über uns kreisen, in diesem Fall auf dem Weg nach Zürich – eins nach dem anderen… und wir haben im Moment auch wieder die Autobahn als Dauergeräusch im Hintergrund, die direkt am Rhein entlang führt. Wie entspannend sind dagegen Naturgeräusche. Unserer Meinung nach ein echtes Problem in unserer Zivilisation ist der Dauerlärm. Wir reden beim Radeln lange darüber finden aber leider keine Lösung.

Wieder lässt uns das langsame Radeln Dinge sehen, die man sonst nicht bemerkt hätte.

Erstaunt uns doch an einer Bushaltestelle ein alter SMEG Kühlschrank, der als Bücherbox umfunktioniert wurde „Lesen ist cool“. und natürlich wurden die Schwanen und Entenbilder von gestern nachgeholt. Brombeeren in Hülle und Füllen an den Feldwegen und obwohl wir dem Regen fast davon radelten erwischt er uns doch zwischenzeitlich.

Basel kannten wir schon aus 2019, deshalb streifen wir nur den Stadtrand. und halten uns bei unserem weiteren Weg dicht am Rhein um wetier nördlich zu kommen und dem aus Westen kommenden Gegenwind zu entkommen.

Wieder überfahren wir mal in die eine und in die andere Richtung die Deutsch/Schweizer Grenzen und niemand fragt nach Impfzertifikaten.

Zwischen Weil am Rhein und Bad Bellingen bekamen wir die ersten Schäden der Rheinüberflutungen zu sehen. Rad wege wurden bereits umgeleitet, denn es gab wirklich unüberwindbare Hindernisse.

Unterwegs hat uns noch die St. Veitskapelle in Istein beeindruckt. Diese Ruine war eine Felsenburg in dem Isteiner Klotz, sie wurde von Bischöfen aus Basel erbaut. Der Isteiner Klotz versperrte eigentlich ursprünglich dem Rhein den Weg Richtung Norden, so dass dieser zuerst übers Rhone Tal ins Mittelmeer floss.(Wikipediea) Durch die Abtragung des Isteiner Klotzes über Jahre durch den Rhein und durch Gewinnung von Feuerstein bekam der Rhein allmählich die Laufführung Richtung Nordsee.

Weiter geht es nach Bad Bellingen, in unser heutiges Quartier. Wir statten uns beim Supermarkt mit allem aus und machen Picknick mit Regalbrett aus dem Schrank im Bett. Hoffentlich wird es bald wieder etwas wärmer. Wir freuen uns auf den nächsten Rheinabschnitt am morgigen Tag. Kann sein, dass wir ein paar wärmere Klamotten aufrüsten müssen und andere Sachen dafür per DHL zurückschicken aber das wird uns nicht aufhalten.

2 Gedanken zu „Ein ganz normaler Tag am Rhein….

  1. Ja, mit dem Wetter steht und fällt so mancher Plan. Aber ihr habt schon jahrelange Erfahrung mit solchen Wetterkapriolen, das wird sicher kein Problem für euch sein. Also auf in den neuen Tag zu neuen Abenteuern und viel Glück.

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