punkt 7 Uhr wecken uns die Kirchenglocken und einem rechtzeitigen Start steht nichts im Wege. Wir werden freundlich verabschiedet und erhalten noch volle Trinkflaschen für den heutigen Tag aufs Haus.

Heute geht es zuerst Richtung Straßburg, wir bleiben aber diesmal auf der rechten Seite des Rheins in Kehl am Rhein, denn Straßburg haben wir schon auf einer der letzten Reisen erkundet. In Kehl statten wir uns aus für das kühlere Wetter, eine Jacke für abends und ein langärmiges Shirt für die Fahrt und längere Socken 😉 und neue Bikeline Radführer für die Strecke bis zur Rheinmündung.

Dann haben wir zwar einen bedeckten aber tollen Rheintag. Wieder werden wir begleitet von Enten, Schwänen, Möwen, Reihern, Libellen und Schmetterlingen. Die Rheinschifffahrt löst bei uns eine Faszination von Fernweh aus. Stundenlang könnte man zuschauen wie sie sich mit ihren Gütern durch den Rhein pflügen.

Unser heutiges Ziel wird Rastatt. Hier steht das erste Schloß auf unserem Plan. Dafür verlassen wir den Rheinradweg, fahren lange am Mercedes Benz Werk vorbei. Dann steuern wir auf barocke Residenzstadt Rastatt zu. Das Schloss wurde erbaut um 1700 für den Markgrafen von Baden Baden. Leider müssen wir feststellen, das dieses Schloss auch das einzige Barocke in dieser Stadt war., was wir in diesem Moment entdecken können. Wir finden nur etwas holprig eine Unterkunft und kommen uns etwas fehl am Platze vor. Ist es das Wetter, die improvisierte Kleidung, immer noch der Kummer, dass man von den mediteranen Abenden Abschied nehmen musste? Auf jeden Fall sank unsere Stimmung in den Keller. Der Abend hatte wenig Charme, wir konnten den eigentlich schönen Tag nicht Revue passieren durch das Schreiben dieses Blogs und uns die schönen Dinge in Erinnerung holen, weil wir uns nicht mit dem Internet verbinden konnten.

Etwas bedrückt starten wir am nächsten Tag Richtung Karlsruhe, denn auch hier haben wir noch ein Schloss offen.

Auch dieses noch größere Schloß galt als Residenz der Markgrafen von Baden und wurde 1715 gebaut. Viele Gebäude von Karlsruhe sind kreisförmig um dieses Schloß herum gebaut worden. Vom Schloßturm hat man Einblich auf die 32 Strahlen (Straßen) die wie Sonnenstrahlen vom Schloßturm ausgehen. Besonders gefallen uns die üppigen Gartenanlagen.

Weiter geht es dann Richtung Norden durch die Rheinauen. Das Wetter blieb trocken und die Stimmung hebt sich. Es sind die kleinen Abenteuer, an die man sich später erinnert. Heute führte unser Navi uns wieder einmal in den Wald hinein. Eher eine sumpfige Morastlandschaft. Der Weg war OK und wir waren ganz alleine. Dann sollten wir abbiegen in ein kaum zu befahrendes Stück Weg. Auf die fragenden Blicke sagte Ralf nur „Wir schaffen das, ist nur ein kurzes Stück“ . Während wir das weitere Vorgehen besprechen erhöht sich die Mückenanzahl dramatisch. Birgit sagt Regenhosen anziehen. Ist sowieso besser bei hüfthohem Bewuchs. Gesagt getan. Wir tauchen also in die „Wildnis“ ein. Kaum 50 Meter weiter ist uns wahrscheinlich alles auf den Fersen was stechen kann. Mücken, Bremsen und keine Ahnung was sonst noch – keine Chance. Wir müssen flüchten. Diverse Stiche selbst durch das Shirt. Um da durchzukommen braucht man einen Imkeranzug (sieht aber doof aus auf dem Fahrrad). Das Jucken schwindet aber schnell und nach einem kleinen Umweg erreichen wir unser heutiges Ziel.

Bewusst haben wir uns eine Unterkunft mit Biergarten in einer kleinen Ortschaft aus.gesucht Sie liegt rechts vom Rhein genau gegenüber von Speyer. Da wir auch hier schon einmal waren , können wir das mit ruhigem Gewissen machen. Wir sind froh, dass wir auch heute Abend noch draußen sitzen können und freuen uns, dass die Technik auch wieder funktioniert und wir unseren Blog weiter schreiben können.

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