…das was wir insgeheim schon die ganze Zeit im Kopf hatten, auf dem Weg emtlang des Rheines war natürlich die Nähe von Amsterdam kurz bevor der Rhein sich in der Nordsee verstreut.
Am Abend in Utrecht fragen wir bei Tobias und Pauline an, ob ein Besuch passt. Die beiden haben sich total gefreut 😉 Seit 1 1/2 Jahren haben wir uns nicht gesehen aufgrund der Pandemie. Zum Glück gibt es inzwischen Mittel, dass wir uns endlich wieder sehen und umarmen können.
Aber ersteinmal kämpfen wir uns bei Gegenwind an Amsterdam heran. Die Fahrradwege in Holland helfen dabei sehr. Wieder wie selbstverständlich 40 Kilometer von Utrecht nach Amsterdam. Und natürlich werden sie auch entsprechend genutzt. Scharen von Rennradfahrern überholen uns auf unserem Weg. In Amsterdam selbst muss man als Fahrradfahrer sehr aufmerksam sein, aber durch gegenseitige Rücksichtnahme klappt es hervorragend. Es gibt wahrscheinlich deutlich mehr Fahrräder als Autos in Amsterdam.
Tobi und Pauline haben in ihrer Straße in einem Bistro einen Terassenplatz reserviert. Vorsichtshalber haben wir uns trotz Impfungen noch kurz getestet wegen Covid, dann konnten wir uns endlich herzlich begrüßen und uns mit einem leckeren Essen stärken. (Hühnchen, Waffel, Rührei und dazu sehr, sehr lecker 😉 Ahornsirup)
Wir genießen den Moment mit den beiden in vollen Zügen und freuen uns, dass Tobias noch auf dem Weg zum Bahnhof uns noch zu einem Laden begleitet, in dem wir uns mit noch wärmeren Sachen für die Nordsee ausrüsten können. Dann heißt es schon wieder Abschied nehmen – wir sehen uns wieder in Frankreich!!!!!
Am Bahnhof in Amsterdam wollte man uns nicht wie erwartet mit den Fahrrädern nach Zaandfort oder Haarlem mitnehmen. Wir bräuchten einen Reservierung. Vor 4 jahren war das noch kein Problem. Mist!!! Uns wird kein km geschenkt. Also fahren wir nochmal auf den Rädern los Richtung Haarlem. Aber alles gut. Es ist immer erstaunlich wie sich alles fügt. Wir finden stressfrei eine Unterkunft, direkt am Weg zum Nordseeküstenradweg, den wir ab morgen Richtung Hamburg benutzen werden.
So schade ist, dass das Wetter nicht mitmacht – oder aber vielleicht macht das auch gerade dieses Wechselspiel unserer Reise , zwischen Regionen, Sprachen, Klima und Lanschaften aus. Gegenwind, Regen und Nordseeluft bestimmen den heutigen Tag. Wir kurbeln uns durch eine traumhafte Dünenlanschaft und unsere Gesichter müssen langsam wettergegerbt wie die der Seefahrer sein 😉
Und diese Gesichter haben auch nicht schlecht gestaunt, als uns plötzlich nach dem Umrunden einer Düne bei Egmond aan Zee mitten auf dem Weg ein schottisches Hochland Rind mit großen Hörner direkt gegenüber stand, fehlte nur noch, dass es mit der vorderen Hufe scharrte. Ich hatte spontan das Bedürnis sofort meine orangene Regenjacke auszuziehen…sie ließen uns passieren und waren in keinster Weise an uns interessiert.
Als dann eine Pause nötig war – war wie bestellt das passende Café an der Straßenecke und der Regen pausierte ganz plötzlich. Frisch gestärkt hatte auch der Wind beschlossen uns nicht weiter anzustrengen, daher erreichten wir zügig das Tagesziel und endlich auch den Strand. Die Wetter App sagt morgen Besserung zu und die bräuchten wir auch, denn es gilt einen sehr langen Damm zu überqueren. Da wäre gute Sicht mit wenig Wind ein Träumchen.





















Das sind ja alles unerwartete Erlebnisse und ungeplante Überraschungen, so nimmt eure Abenteuer Tour noch ordentlich Fahrt auf. Es ist echt eine Freude jeden Tag über eure Erlebnisse zu lesen und visuell daran teilnehmen zu können. Also, weiterhin viel Spaß zum
Endspurt und gute Fahrt. Liebe Grüße