IMG_3186auf der heutigen Tour, kann ich hier wirklich nicht wiedergeben. Ab einem bestimmten Punkt ist man nur noch verzweifelt, weiß keine Lösung, denkt nicht mehr – macht nur noch. Aber von Vorne…

IMG_3187Wie gestern schon gesagt, geht es anspruchsvoll auf und ab. Vielleicht für die Radfahrer: Die Moldau befindet sich auf ca. 200m Höhe, dann geht es bergauf bis über 600m  danach wieder runter an die Moldau um sich dann IMG_3188auf 400 bis 500m hochzuschrauben. Den ganzen Tag!!! Das alleine ist schon schwer…Hier noch das Topping: Viele Wege sind geschottert, das betrifft auch kleinere Straßen. Kopfsteinpflaster so weit das Auge reicht, freundliche Hinweise auf Wildpflaster. Hier hat nur ein Mountainbike eine Chance. Die Beschilderung ist mehr als dürftig – IMG_3189Nur weil wir im Navi einen Kompass hatten, sind wir eine Wiesendurchquerung gefahren, die wir niemals durch eingene Kraft als Weg erkannt hätten. (wer würde denn unter normalen Umständen über eine Wiese fahren?????) Bergab schwungholen? Die Straßen sind so voll mit Schlaglöchern, dass ein Schwungholen vor der Steigung zu einem lebensgefährlichen Spiel werden würde. Also so beruhigend es fürs richtige Leben auch ist, nach bergab kommt immer bergauf!!! Ist für uns der umgekehrte sichere Fall, nach einer schönen Talfahrt kommt immer eine beschwerliche Auffahrt.

Moldauradweg hört sich fälschlicherweise wie eine IMG_3197harmlose Radwanderung an einem Fluss entlang an – eigentlich nur für austrainnierte Radrennfahrer geeignet – ohne Gepäck – und dann anstatt der Feldwege die Bundesstraßen benutzend. Ich glaube der Author unseres Reiseführers hat die Strecke nie selbst gefahren! Und dann noch zum Schluß zu unserem Moldaufrust, es gibt nicht ein Café, IMG_3199Supermarkt oder Imbiss auf den Dörfern, die man durchfährt. So wird die Suche nach einer Unterkunft ab einer bestimmten Uhrzeit zu einem Psychostress der besonderen Art. Man muss immer weiter fahren, weil eine Unterkunft nur in utopisch weiter Entfernung liegt. Und dann kommt für uns auch immer wieder das Gefühl auf, dass wir im Landesinneren eher Fremdkörper sind. Auf unsere Fragen wird abgewunken und weitergegangen – Verständigung ganz schwer – haben uns zu wenig mit der tschechisch Sprache beschäftigt.

Mit Zähneknirschen und ohne Widerstand, weil es ja ehh keinen Sinn hat, beißen wir uns durch zum dem Ort der ein Hotel hat, was wir bis zum Schluß nicht wissen, ob es geöffnet ist. In Zvikovske Podhradi soll also unser Bett stehen. Telefonische Auskunft wegen IMG_3195Sprachproblemen nicht möglich.(eine Nacht im Freien würden wir wohl auch überleben – haben schon überlegt, wie wir eine Blockhütte „öffnen“ können.)

Das Hotel hat geöffnet und hatte ein Zimmer. Wir waren wieder so glücklich, weil wir beide nicht mehr daran geglaubt hatten, heute Abend gut zu essen (die Küche hat extra für uns länger geöffnet, weil hier die Essenszeiten in den Hotels im Dorf schon um 19 Uhr enden – da kamen wir erst an) und komfortabel zu schlafen. Und sogar die drei w ´s waren gegeben (warm, w-lan und Wein 😉 ) Wir sind heute ziemlich zerschredderte Glückspilze!!!!!!!

2 Gedanken zu „Alles was ich gedacht habe…

  1. Was für ein wunderbares Gefühl nach so einer strapaziösen Tour in ein Bett sinken zu können. Ihr beweist gerade Euch und Anderen das es noch echte Abenteuer gibt. Möge euch an jedem Tag eine verdiente Belohnung begegnen.Meine guten Wünsche begleiten euch.

  2. Auch ich bewundere Euch sehr, und hoffe, dass Ihr gesund bleibt.
    Vielleicht findet Ihr in der Gegend auch mal einen Bahnhof ? !!
    Sicher beflügelt Euch auch die Aussicht bald im Robinson-Club
    entspannen zu können.
    Liebe Grüße

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