… sein.
Eigentlich haben wir alles richtig gemacht. Wir konnten uns langsam an die steigende Belastung gewöhnen. Erst den Elbe Radweg mit Rückenwind und Hitzacker Steigungen als Training. Dann die Pflicht Tschechien im Böhmischen Wald und nun die Kür in den Alpen. Wir haben Kraft und Kondition aufgebaut und lernen durch Erfahrung auch die richtige Nutzung unserer Gangschaltung. Während man in Hamburg mit 3-4 Gängen
auskommt, brauchen wir jetzt ca. 20 Gänge.
Das besondere unserer gestrigen Unterkunft soll nicht unerwähnt bleiben. Das Haus 800 Jahre alt, es war alles Retro, alt, beschädigt, aber sogar Napoleon soll hier schon gewohnt haben. Der war klein, oder???? Na muss er,
denn sogar das Waschbecken hing so tief, dass man die Zähne nur in lockerer Kniebeuge putzen konnte 😉 . Die Nacht war nicht so gut, aber egal – heute gehts ja weiter bis nach Salzburg. Und dann sind sie da!!! Die
Berge, also die echten Berge – ohne Bäume – mit Schnee. Es ist ein unglaubiches Gefühl durch diese Gegend mit dem Fahrrad zu fahren. Und wir haben es tatsächlich vorwiegend aus eigener Kraft hierher geschafft.
Salzburg zieht uns nach der vielen Natur sofort in den Bann. Es ist nicht so voll wie im Sommer und Geigenspieler,
Pantomimen, Straßenkünstler und Pferdekutschen kommen voll zur Geltung. Wir schieben durch die engen Gassen (das Rad gehört irgendwie schon dazu , wie ….eine Handtasche ;-)) und schmunzeln über den Einfallsreichtum der Souvenirproduktion in Sachen Mozart&Co. Danach geht es
weiter..
entlang unseres 5. Flusses der Salzach, die nicht schiffbar in unsere Richtung ist. Also wieder keine Abkürzung mit Boot, aber was für ein erhabenens Gefühl, auf Butterblumenwiesen vor schneebedeckten Bergen zu stehen. Über Hallein, Golling, Werfen erreichen wir Bischofshofen unserem heutigen Endziel.
Wir finden eine traumhafte Unterkunft in einem Gasthof direkt am Alpe-Adria-Radweg. Kulinarische Kunstwerke und ein vielversprechendes Bett. Häääärrrrrlich!!!!!