… wir hatten gestern einen unbeschreiblichen Tag und sitzen heute an unserem ersten Pausetag auf der Terasse unseres Mobile Homes eines Campingplatzes – aber wir fangen erstmal in Labin wieder an.


Beim Abendessen in Labin entschieden wir uns nun doch gegen die Festlandsstrecke über Rijeka nach Zadar. Die abenteuerliche Inseltour wurde uns jetzt von so vielen Begegneten angeraten – wir lassen uns auf darauf ein. Die Kunst an diesem „Inselhopping“ ist es, in diesem Fall immer zu den entsprechenden Zeiten an den Fährhäfen zu sein, um zum entsprechenden Zeitpunkt auf die nächste Insel zu kommen, um dann am Abend eine Unterkunft zu haben. Wir hoffen also auf bessere Wege und weniger Steigungen.


Holperig ging es beim wahrsten Sinne des Wortes schon los in Labin auf dem Weg nach Brestova. Dort soll unsere Fähre zur Insel Cres um 12.45 Uhr starten. Die bis dahin vorrausgesagten 25 km an sich kein Problem – Schotter (Klasse!! nicht fahrbar), vermeintliche Abkürzungen und Steigungen verschafften uns zwar wunderbare Sicht, verlängerten die Strecke aber nicht unerheblich. Am Ende führte uns wieder die D66 zum Zielhafen. Ein rasende Abfahrt zum Hafen Brestova lag vor uns und die Fähre erwartete uns schon 😉




Schnell haben wir Kontakt zu anderen Radlern aus Frankreich und Deutschland – wir tauschen uns aus und wünschen uns gute Reise. Was uns allen bevorsteht beim Ausstieg auf Cres war ein endloser Anstieg von 0 Meter auf 450 Meter. Spätestens jetzt verabschiedeten wir uns von dem kindlichen Gedanken bei dem Wort „Inselhopping“ an eine Radtour über Juist, Norderney und Borkum zu denken.




Das hier hatte es wirklich in sich. Diese Rauheit, Wildheit, diese ungebremste Natur hat unser Herz trotz unserer unendlichen Erschöpfung im Sturm erobert. Oben am Felsenkamm wehte jetzt sogar noch ein ordentlicher Wind, der sich je nach Kurve uns entgegenstemmte, oder uns mitfühlend nach oben wehte. Um 17.30 Uhr soll die nächste Fähre in dem Hafen Merag starten und 10 Minuten vorher kommen wir an. Autos und Laster warteten in einer Schlange schon am Steilhang um einzuschiffen.


Mit unseren Räder rollten wir schon vor zu anderen Radfahrern und Motorradfahrern und sind noch ungläubig es wirklich geschafft zu haben. Die Fähre von Merag auf der Insel Cres bringt uns nach Valbiska auf die Insel Krk. Beide Fähren haben bis jetzt jeweils 20 Minuten gefahren. Auf Krk müssen wir nun nichts mehr leisten, denn die Fähre von Valbiska nach Lopar auf der Insel Rab fährt am gleichen Anleger. Jetzt an Bord buchen wir auf einem Campingplatz in Lopar für zwei Nächte ein Mobile Home. Nach diesem abenteuerlichen Tag wirklich nötig.


Um dem Ganzen noch ein i Tüpfelchen aufzusetzten, gibt es bei der 80 minütigen Fährfahrt von Krk nach Rab noch ordentlich Sturm und Seegang, so dass wir nun wirklich froh sind, nach einer Portion Nudeln schlafen zu gehen.


Es macht mich als Leserin eurer Tourenabenteuer fast ein bisschen atemlos, wenn ich mir das alles so vorstelle. Ihr seid zu bewundern. von mir uneingeschränkt. Dieses Tiny House ist übrigens entzückend. Bin gespannt auf euren nächsten Trip. Umarmung = Lilly