… wir verlassen unser „Tiny House“ – ein Tag nur gelegen und gegessen 😉

Es wird weiter abenteuerlich, den unser Inselhopping ist noch nicht vorbei. Wir steuern von Lopar auf der Insel Rab die Hafenstadt Rab an. Inzwischen völlig verunsichert in der Einschätzung von Entfernung und planbarer Fahrzeit starten wir sehr rechtzeitig. Die Strecke bis zum Fährhafen Rab läuft aber reibungslos in gerader Strecke über die Insel. Wie vereinbart nehmen wir um 10 Uhr kurz vor Rab mit dem Kapitän des kleinen Fährschiffes Kontakt auf, ob die Fahrt tatsächlich stattfindet.

Der Regen momentan scheint kein Hinderungsgrund zu sein. wir haben noch Zeit auf einen Kaffee im überdachten Café und zu uns treffen noch ein junges Paar aus Berlin, das wir schon vor 2 Tagen auf einer anderen Fähre trafen und zwei Schwestern aus Regensburg kamen hinzu. Nette Gespräche aufgrund der gleichen Leidenschaft und ähnlicher Ziele. Ruckzuck ging gemeinsam das Verladen von Gepäck und Rädern auf das kleine Boot.

Wir erreichen so die Insel Pag. Diese Insel hat wieder eine so beeindruckende Landschaft. Sie scheint nur aus Steinen zu bestehen. Über Kilometer lange Trockenmauern, die seinerzeit aufgebaut wurden um Schafe einzuzäunen und Olivenbäume vor Wind zu schützen – alles hätte gut für eine Filmkulisse für „Outländer“ oder „Der Doktor und das liebe Vieh“ herhalten können. Pag hat als „Denkmäler“ an die beschwerliche Arbeit der Tagelöhner von Pag rund eintausend km dieser Mauern.

Wir können uns nicht sattsehen – haben Regen – wieder 500 Höhenmeter – eingebrochene Schluchten – wir sind wieder mal sprachlos, wegen der zerklüfteten wilden Landschaft.

Das diesige regnerische Wetter unsterstützt die mystische Stimmumg.

Heute Morgen wundern wir uns über die Hellhörigkeit des Hotels und dass unbedingt schon alle Gäste morgens um 7 Uhr duschen müssen. Wir irrten uns, es war der strömende Regen!

Also nach gutem Frühstück und Jausenpaket für den Weg stürzen wir uns wieder mit den Gartenzwergen Capes und den warmen Jacken in voller Montur auf die Straße. Nicht wirklich haben wir gedacht diesen Teil der Ausrüstung noch zu brauchen.

Auch der letzte Teil der Insel Pag lässt uns immer wieder Staunen wegen der bizarren Landschaft. Über eine kleine Brücke verlassen wir die letzte Insel aufs Festland.

Erst hier wird uns nochmal so richtig klar, was auf Pag fehlte. Es gab keinen Baum oder Strauch und keine Vogelstimmen, bis auf vereinzelte Disteln, etwas Salbei und Kamille zwischen den Steinmauern und Bodenpflanzen wuchs hier kaum etwas.

Die ersten km am Festland nahmen wir das Grün und die bunten Blumen besonders intensiv war. Tatsächlich waren es auch die Gerüche, die hier wieder vielfältiger waren. Auch gab es wieder kleine schmucke, sortierte und ordentliche Orte, wir sind wieder in der Zivilisation angekommen.

Die Wildheit dieser drei Inseln hat uns sehr beeindruckt, jetzt genießen wir es aber auch mal wieder in Zadar in der Altstadt einen Espresso zu trinken und Touristen zu beobachten. Wir finden hier wieder unkompliziert eine Unterkunft und haben im letzten Drittel des Tages doch noch Sonnenschein dazu bekommen.

Wir gehen ins Bett mit Plänen für morgen und Gewittergrollen im Hintergrund.

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