… wir sind selber beim Anblick der Karte überrascht wie weit man, und wie schnell, mit Fahrrädern kommen kann. Eben noch am Atlantik, dann durch die Sierras Spaniens, dann am Mittelmeer und in den Pyrenäen und schon wieder am Atlantik.



Wir starten heute von Ychoux Richtung Biscarosse, dann erreichen wir Biscaroose Plage und somit auch wieder die Eurovelo 1. Hier waren wir vor 2 Jahren schon einmal auf dem Weg nach Portugal in umgekehrter Richtung. Es geht am See von Biscarosse und am See von Cazaux vorbei. Überall viel Ausflugsverkehr wegen des guten Wetters. Wir müssen vorsichtig fahren…





Die Dune du Pilat wird als nächstes von uns erwartet, wir sind etwas verwirrt, es sieht anders aus als vor zwei Jahren. Damals war die Düne kaum zu sehen vor lauter Pinien. Heute ist die Düne sichtbar und es gibt kaum noch Bäume. Wir zweifeln schon an unserem Erinnerungsvermögen. Bei der Einfahrt nach Arcachon machen wir ein kurze Pause in einem Café und fragen nach. Ein junger Mann erzählt. Kaum zwei Monate nach unserer Tour 2022 brach ein Feuer durch Kabelbrand in einem Auto aus. Es war extrem trocken im Sommer 22, ein tragischer Flächenbrand entstand. Alle Bäume sind verschmort, die schwarzen Balken der Fahrbahnbegrenzung sind Zeugen dieser Katastrophe. Es dauerte 14 Tage das Feuer unter Kontrolle zu bringen, alleine fünf Campingplätze wurden komplett vernichtet




Er selbst hatte eine Bar dort, erst Corona gerade überstanden dann innerhalb von Minuten alles wieder weg. Jetzt startet er neu und dieses Jahr wird bestimmt gut sagt er und wir wünschen es ihm. Wir bezahlen und fahren etwas bedrückt in unser Hotel. Tatsächlich ist Arcachon heute extrem voll und gut besucht so entschließen wir uns eine Pizza zu holen und auf unserem Balkon im Hotel zu essen. Vor nahezu jedem Restaurant gibt es Warteschlangen um überhaupt einen Tisch zu bekommen, auf unsere Pizza (zum Mitnehmen) müssen wir fast eine Stunde warten. Touristisch voll erschlossen 😉




Am nächsten Tag steht ein kleine Fährfahrt von Arcachon zum Cap Ferret an. Das Lustige bei der 30 minütigen Fahrt ist einfach, dass alle Fahrräder aufs Dach des kleinen Bootes geschnallt werden. Das Gepäck musste natürlich vorher demontiert werden. Die Mitarbeiter waren bei unseren beiden Rädern richtig happy wie leicht sie sind. Wir kannten die Prozedur auch schon aus 2022 und waren diesmal ziemlich entspannt bei der Aktion.
Auf der vorgelagerten Landzunge fahren wir durch Wälder mit perfekten kleinen Radwegen. Es geht immer mal auf und ab aber nur so, dass die Fahrt nicht langweilig wird. Es ist wunderbar friedlich und autolos auf dieser Nadelholzstrecke und es riecht so gut!




Unser heutiges Ziel wird Lacanau. Wir finden nur noch ein ziemlich heruntergekommenes Hotel und nur, weil wir inzwischen so selbstsicher sind erhalten wir ein „Zimmerupgrade“, denn das ursprüngliche hatte ein kleines lautes Lüftungsproblem, es hörte sich an als ob ein Airbus im Nebenzimmer seine Motoren warmlaufen lässt. Das neue Zimmer ging dann auszuhalten, war aber eigentlich auch nicht zumutbar. Nun dann wissen wir die ganzen tollen Unterkünfte, die wir bisher hatten noch viel mehr zu schätzen 😉


Der frühe Start am heutigen Tag fiel uns dann noch viel leichter und zum Glück ging es wieder raus in die Dünen Waldlansdchaft mit auf und ab und auf und ab wieder durch das Naturreservat Richtung Montalivet. @Jani und Piet, das Summersurfcamp, in dem ihr euch kennengelernt habt scheint nicht mehr unter diesem Namen zu existieren. Es wird gerade groß umgebaut und heißt jetzt Montalivet Surfcamp.



Bis zu unserem heutigen Ziel kurz vor Soulac sur Mer treffen wir immer mehr Fahrradfahrer, die uns entgegenkommen aus Holland, England und Belgien, die Ihre Tour gerade beginnen. Heute erwartet uns eine vernünftige Unterkunft und garantiert gute Erholung.


Ach, ich bin entzückt. Dieser Schmetterling!! Und ihr seid natürlich auch klasse.
Der Himmel auf dem Bild vom Meer mit dem Lattenzaun sieht aud, wie ein Gemälde. Wunderbar