… treiben uns voran.

Nach einem grandiosem französischem Dinner und einer erholsamen Nacht brechen wir auf über Soulac sur Mer zur Fähre nach Le Verdon sur Mer. Hier erinnern wir uns an viele Kleinigkeiten, freuen uns aber auch schon nach der nächsten kleinen Fährfahrt neue Wege zu benutzen.

Heute gibt es wieder eine große Dosis Meer und der eigentlich vorausgesagte Dauerregen mixt sich hier an der Küste mit Wind, Regen und Sonne. Der Wind heute sogar zumeist aus einer günstigen Richtung. Die Wegbeschaffenheit ist gut und wir genießen die Meeresluft.

Von Verdon nach Royan muss der Fluss Gironde, der nach Bordeaux führt überquert werden. Hier treffen wir einige Radreisende, die die Euroveloroute nutzen. Einer dieser Radreisenden hat sogar das Nordcap zum Ziel. Er ist schon seit 10 Jahren mit dem Rad unterwegs. Gestern trafen wir einen Holländer auch mit sehr viel Gepäck. Er kam uns entgegen und fragte ob das die Eurovelo 1 nach Portugal ist. Eigentlich eine komische Frage, Portugal ist noch locker über 1500km entfernt. Ralf staunt über sein Gepäck. Ja das ist alles was er hat, er ist 57 Jahre alt hat sein Haus verkauft und will nach Portugal um dort zu leben…

Weiter geht es dann an der Küste bis Marenne.

Wir fahren dort ein Ibis Hotel an und gehen sicher davon aus ein Zimmer zu erhalten, was aber das erste Mal tatsächlich abgelehnt wird, weil das Hotel ausgebucht ist. MIST!! Es gibt eigentlich keine Alternative außer noch 35km weiterzufahren. Wir sitzen eigentlich ziemlich verzweifelt vor dem Hotel und versuchen eine Lösung zu finden. Plötzlich kommt die Dame der Rezeption raus und wir dachten schon, wir sollen den Platz draußen nicht belegen, im Gegenteil 😉 es hat jemand just in diesem Moment annuliert!!!!! Wir sind echte „Glückskinder“!!!

Regen und Wind bleiben uns heute beim Weiterfahren treu. Es ist wirklich so richtig nass und zwar von allen Seiten, von oben und auch unten. Dabei wäre dieses Gebiet um die Seudre an sich schon feucht genug, es ist das „Land der Sümpfe“, sattes Grün, Reiher, Störche, Schwäne begleiten uns auf dem Weg von Marennes nach Rochefort.

Auch wenn es schade ist, dass die Sonne nicht scheint – irgendwie betont das heutige Wetter auch noch einmal die Landschaft und verleiht ihr Nachdruck. In Rochefort bestaunen wir die alten Gebäude des alten Marine Stützpunktes und eine aufwendige Schwebefähre, die wir von Weitem für eine überdiemnsionale Eisenbahnbrücke gehalten haben.

Weter geht es nach La Rochelle, die Streckenführung läuft zeitweise etwas nervig an der Autobahn entlang, dann aber ist dies schnell vergessen als wir direkt am Meer auf La Rochelle zusteuern. Sogar die Sonne lässt sich blicken und wir haben fantastisches Licht.

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