… es geht weiter Richtung Norden entlang der Oise. Ab Creil fahren wir im Wechsel auf Feld, Wiesen und Waldwegen. Es ist sehr entspannt auf Navigation verzichten zu können und nur nach Schildern unterwegs zu sein



Wir queren einige kleine, hübsche französische Dörfer. Faszinierend auch wieder das Wolkenspiel am Himmel. Beeindruckend sind immer erneut die großen Herrenhäuser und die riesigen Kathedralen in jedem kleinen Ort. So wie auch in unserem heutigen Ziel in Noyon. Wir übernachten gegenüber der Kathedrale und das einzige Restaurant, das offen hat bietet Sushi an 😉





Gut gestärkt und ausgeruht haben wir heute eine große Aufgabe vor uns. Die Unterkunftmöglichkeiten entlang der Eurovelo 3 sind begrenzt, das ist der Preis für die sensationelle Streckenführung. Heute müssen wir über 100km fahren, um ein Bett und ein Essen zu bekommen. Na dann mal los.





Das Wetter nehmen wir inzwischen wie es ist, auch wenn es anders ist als erwartet und die meiste Zeit bleibt es sogar trocken. Die ersten 30km fahen wir entlang des St. Quentin Kanals, wir rollen immer nur unterbrochen durch Seitenwechsel an Schleusenbrücken an diesem naturbelassenen Kanal entlang. Seitlich des Kanals sind viele alte Fabrikgebäude, die verlassen, verfallen und unbenutzt scheinen. Auch die Ortschaften, die wir durchqueren haben viele geschlossene Geschäfte und wirken wenig bewohnt.






Weiter geht es nun durch Wälder entlang alter Bahntrassen. So langsam ist es auch nicht mehr ganz flach. Wir radeln durch unsere Partnerstadt „Guise“ und finden es sehr bedauerlich nicht hier übernachten zu können und nach 80km noch 25km nach Étréaupont fahren zu müssen.



Dort landen wir allerdings in einem alten Herrenhaus, das von Schlossherr und Herrin persönlich geführt wird (beide über 70 und alles im Haus ebenso) aber auf charmante Art und sehr ehrwürdig. Wir kamen um 19.20 Uhr an und es hieß Dinner um 19.30 Uhr vite, vite!!! Genau das Richtige für uns heute Abend, keine Wahl, ein Menü und es wird gegessen was auf den Tisch kommt. Sehr solide und leckere Küche und der Herr des Hauses war glücklich, dass wir alles wegegputzt haben.