Heute Morgen haben wir uns
mal ausgiebig Zeit gelassen und sind erst gegen 10 Uhr gestartet. Wir haben Rückenwind und es ist nicht ganz so heiß, wir kommen vormittags sehr gut voran. An der Landschaft können wir uns immer noch nicht sattsehen, Kanäle gehen in Flüsse über und
umgekehrt. Große Wälder, kleine Dörfer mit großen Kirchen, es riecht nach Lavendel, Nadelhölzern, halt einfach südländisch…
Wir werden überall herzlich und zuvorkommend behandelt, trotz etwas holperiger französischer Verständigung.
Es fehlen mir noch so viele Vokabeln. Aber es klappt teilweise sogar am Telefon.
Wir erreichen am frühen Nachmittag unser heutiges Tagesziel Dole
sur le Doubs. Es war eine schöne Einfahrt in diese Stadt. Ein Kanal in flaschengrün, wie Samt begleitet von riesigen Pappeln führte uns zum Zentrum.
Wir stellen unsere Fahrräder ab und
gehen auf ein dort angelegtes Barschiff um einen Kaffee zu trinken. Einige Augen beobachteten uns gleich, so beladen fällt man
in der Stadt schon auf. Die volle Aufmersamkeit hatten wir dann als ich mit den Händen wedelnd meine Bestellung abgab und daraufhin schwungvoll meine Sonnenbrille in der Doubs versenkte. Es kam mir vor wie Zeitlupe, aber man konnte nicht mehr eingreifen. Ein bisschen doof,
weil das meine Sonnenbrille mit Sehstärke war, grrr.
Wir besichtigen die Altstadt bevor wir in unser Hotel fahren. Wir gehen für ins Bett, weil wir morgen ein bisschen mehr Strecke schaffen müssen. Schließlich haben wir ja eine Verabredung in Nantes 😉
Was uns auch gelingt, zwischenzeitlich aufgelockert durch eine 5 köpfige Schweizer Familie, mit der wir eine Offroadabkürzung finden und einer Gruppe von ambitionierten Radlern,
an die wir uns eine Zeit gehängt haben um den Windschatten und den Ehrgeiz zu nutzen. So kommt es, dass wir heute schon in Chalon sur Saone übernachten, knapp 100km weiter als gestern.
Hallo Ihr Beiden,
100 km, eine tolle Leistung ! Das Land hat so viel zu bieten, ich habe mal
gegoogelt und verfolge Eure Route jeden Tag. So viele Schlösser und die
Flüsse haben ihren natürlichen Verlauf behalten. Weiterhin viel Freude
und genießt die Freiheit.
Gruß aus dem heißen Norden
Wow, 100 km! Das ist eine Leistung. Respekt. Aber das macht ihr nicht jeden Tag, oder?
Die Landschaft ist wunderschön. Vive la france. 🙂
Schade um die Brille, Birgit! Das ist ja gemein.
Wie ist das Essen? Es heisst doch: „Wie Gott in Frankreich“? Könnt ihr das bestätigen?
Liebe Grüße an Land und Leute
Bon jour, mes amis. J’espère que vous allez bien et jouissez vos vacances. Das war’s auch schon mit dem francais aus dem Hinterstübchen. Eure Schilderungen und Bilder versetzen mich in meine schönsten Aufenthalte in der Provence und der Ardèche. Habe mich daher heimlich auf dem Gepäckträger versteckt, um all die schönen Erlebnisse hautnah mitzuerleben. Agréez, chers amis, mes salutations très distinguées
Birguite de Berlin