… wir haben geschlafen wie die Steine, so erschöpft waren wir von der Schlaflosigkeit der Fährfahrt und diesem ersten spanischen Fahrradtag gestern.



Am heutigen Morgen erst nehmen wir wahr wie schön es hier ist. Sitges ist bekannt für seinen schönen Hafen und die erste spanische Strandbar wurde hier 1913 eröffnet. Seinerzeit sind besonders Künstler hierher gereist um sich inspirieren zu lassen. Das haben wir auch in unserer sehr künstlerisch orientierten Unterkunft bewundern können.




So rollen wir offenen Auges durch Sitges Richtung Süden, die Sonne scheint und es geht vorwiegend an der Küste Richtung Süden weiter. Erst fahren wir an einem Wanderweg entlang, dann aber kilometerlang nur an der Strandpromenade. Es ist Wochenende überall haben die Cafés und Restaurants geöffnet, es ist eine tolle Atmosphäre.






Wir haben gestern kurz über eine mögliche Bahnfahrt gesprochen. Nur drei Stationen, würde einen starken Anstieg ersparen und den Tag heute sehr leicht machen. Als der Bahnhof nur vier Kilometer entfernt ist fahren wir hin und so beginnt unser heutiges Abenteuer. Die Karten müssen hier am Schalter gelöst, weil es die Katalanische Regional Bahn ist.
Ja und das Zugfahren ist hier ganz schön teuer. Ein richtiger Sprung wäre die Stadt Lleida und würde laut App EUR 120.- mit Renfe kosten. Also Birgit sagt nach Vilabella bitte (etwa 20km), die Dame am Schalter fragt nach Lleida (etwa 100km)? Aä nein da muss man umsteigen und kompliziert und die Dame am Schalter, nein nicht kompliziert, der Zug wartet auf euch und kleiner Bahnhof und so. Hmm, na gut egal dan zahlen wir halt mehr und sind dann wieder im Zeitplan, wir machen Lleida.
Sie sagt perfekt, cash oder Karte, Karte, OK macht EUR 19,70. Da haben wir die App wohl nicht ganz verstanden und freuen uns. Dann noch die Räder abpacken und mit dem Fahrstuhl hochkant auf Gleis drei bringen. Der Zug steht schon da. Alle stehen vor dem Zug und warten. Ein paar Minuten später fragen wir die Zugbegleiterin, diese sagte nur Problema Tren Roto, aber es gibt einen Bus der fährt dann anstatt des Zuges und der Anschlusszug wartet auf uns. Na super. 😉
Fahrräder wieder abpacken in den Fahrstuhl und bitte Rapido wie der Schaffner sagt. Birgit ist mit dem ersten Fahrrad weg und Ralf macht dann irgendwie einen Fahrstuhlwalzer und nimmt immer einen falschen Fahrstuhl also von Gleis drei auf Gleis fünf und dann wieder auf Gleis drei. Einfach zu aufregend das Alles. Irgenwann hat Ralf es aber auch geschafft wieder bei Gleis eins und somit beim Ausgang anzukommen.
Die Spanier sind ganz entspannt helfen beim Verladen im Bus. Dann wird noch schnell entschieden nur die Leute mitzunehmen die nach Lleida wollen, um dann schnell mit dem Bus nach Tarragona zu fahren (eigentlich nicht auf unserer Strecke) und dort noch einen Zug zu bekommen der nach Lleida fährt. Es klappt alles und gegen 19.00Uhr sind wir vor Ort. Thank you for travelling mit Renfe!!!!! Und das ganze Abenteuer nur für €19,70 mit 2 Personen und 2 Fahrrädern!!!



In Lleida bekommen wir dann noch am Abend turbulente Stadt Atmosphäre, da ist es wieder dieses Hintergrundbrummen, das durch temperamentvolle spanische Unterhaltungen auf Marktplätzen entsteht. Es ist schon spät aber wir finden noch einen Platz in einem vegetarischen Restaurant (mega lecker!!!) Wir freuen uns, in Spanien zu sein, haben viele Sprachverwechsler – durch die Umstellung von italienischen auf spanische Höflichkeitsvokabeln klappen teilweise nicht mal mehr die englischen Vokabeln. Es stört keinen und wir haben immer freundlichen Zuspruch und Bewunderung unserer Reisevorhaben.
Heute also endlich wieder ein kompletter Radtag. Die Sonne scheint und Spanien hat uns wieder, wir sind begeistert. Klar hier ist alles weitläufiger, klar auch anstrengend aber im Vergleich zu Spanien ist Italien halt viel extremer, quasi „gestaucht“, hat ja auch weniger Fläche, deshalb sind Steigungen und Gefälle extremer und oft dichter beieinander, was oft zur Folge hatte, dass beides fast nicht fahrbar war.



Hier dieser Weitblick, das Fernsehen – wir werden natürlich auch ausgebremst z.B. durch Schotter oder na wie heißen die Schlaglöcher in Spanien???? EspanDellos 😉 und stellenweise haben wir noch extreme EspanRillos auf den ausgewaschenen Schotterwegen…..




Auf unserer Tour heute Richtung Huesca übernachten wir in Monzón. Dieser Ort kündigt sich schon von Weitem mit einer riesigen Burganlage an. Die Unterkunft ist schon gebucht und heute mal mit Halbpension – so muss man mal gar nichts entscheiden heute Abend.


Hallo, ihr seid echt „hart im Nehmen“ und das beschreibt ihr auch noch so spannend. Es ist jedesmal ein Lesespaß von Bestsellergüte. Außerdem muss ich euch zugestehen, dass ihr „ Fotografieren“ gelernt habt. Es sind alles so schöne Aufnahmen, sogar einige Preisverdächtige Fotos sind dabei.
Wenn ihr im „ Ruhestand“ seid, könnt ihr eure 10 Fahrrad Reisen in einem Buch zusammenfassen, das wird garantiert erfolgreich.
Weiterhin viel Energie und Freude , Gruß aus dem Norden 😘
Hallo Birgit und Ralf, endlich haben wir es geschafft uns bei Euch einzuloggen und zu lesen. Es hat uns auch Freude gebracht Euch kennenzulernen, danke für Euren Abschiedsbrief.
Wir haben ganz nach Eurer Art Barcelona mit dem Fahrrad erkundet und stolze 65 Kilometer erradelt, eine schöne Stadt. Nun sind wir in den Bergen und waren bei Beceite wandern. Auf unserer Liste steht auf jeden Fall noch Capo Gato. Liebe Grüße und weiter so
Hallo ihr drei Abenteuerer auf vier Rädern,
wir hoffen sehr, dass ihr von den schweren Hagelschauern verschont geblieben seid!!!
Gute Weiterreise 😉