… und damit raus aus der Komfortzone. Ganz ehrlich fiel es uns heute Morgen schwer dieses sooo gemütliche Bett in Limoges zu verlassen mit der Aussicht auf Steigung, Anstrengung, Wind und Regen. Aber der Wunsch auf Abenteuer und Bewegung treibt uns an. Das gute Frühstück und die freundlichen Menschen im Hotel, die bewundernde Blicke auf Gepäck und Räder tun ihr Übriges.


Von Limoges geht es nach Saint-Priest-Taurion, wir überbrücken mit dem TER nach Saint-Denis-Des-Murs knapp 20km, nutzen dies als Mittagspause und stellen uns dann den Herausforderungen im Gelände. Ab in die Steigungen. Bei den gemischten Gefühlen während der Anstrengung überwiegt doch die Begeisterung für die Landschaft und wir mittendrin. Das erdet uns so!!! wir gehören dazu und nutzen sie nicht nur.






Am Abend sitzen wir dann bei unserem holländischen Gastwirt, werden von seiner Frau aus Kasastan bekocht, bekommen einen Zweierplatz direkt am Heizkörper und essen Fish and Chips mitten in Frankreich. Genau das lieben wir 😉
Die Nacht war gut. Beim Frühstück sind es sagenhafte 2 Grad draußen. Ja das haben wir unterschätzt, die Temperatur Ende März in dieser Gegend. Also wie gestern alles anziehen, was geht und los. Es soll heute von Peyrat-le-Chateau nach Felletin gehen, so um die 50km mit (sehr) viel hoch und runter.



Bei unserer Anstregung hilft uns ein wenig der Stolz, dass diese Strecke immerhin auch Teil der Tour de France (Abschnitt Haute Vienne) ist. Na die sind mit ihren Rennrädern sicherlich schneller hier hoch 😉 als wir.
Auf alle Fälle führt uns die Strecke, wenn auch langsam vorbei an grandiosen Seenlandschaften inmitten von Frankreich. Wir fahren vorbei an dem Lac de Vassiviére und danach an dem Lac de Lavaud Gelade. Es kräuseln sich kleine Bäche und die Natur und die Ausblicke sind atemberaubend. Beide Seen sind echt groß, wurden aber um 1950 künstlich angelegt. Sie befinden sich auf ca. 650 Meter Höhe.




Das Gefühl eines Abenteuers wird verstärkt durch das rauhe Wetter mit teilweise ein wenig Graupel, der Einsamkeit und der wirklichen Ruhe. Hier gibt es um diese Zeit überhaupt keinen Tourismus. Dadurch gibt es allerdings auch kaum Unterkünfte und Gastronomie. Die einzige Bar, die wir erspähen konnten war um die Mittagszeit am Sonntag kompett belegt. Bestimmt war hier der Sonntagstreffpunkt der einheimischen Familien.



Und weitergeht es Richtung Fellentin und heute schließen wir den Fahrradtag mit einer rauschenden Abfahrt. Diese Meter müssen wir dann morgen wieder hoch 😉



Gegen 18.00Uhr erreichen wir Felletin. Wir übernachten im Ort in einem Bed u. Breakfast, das von einem englischen Ehepaar geführt wird. Das alte Steinhaus ist knapp 250 Jahre alt, das in alten Zeiten durch Kamine in jedem Zimmer beheizt wurde. Diese sind jetzt nicht mehr aktiv und die kleinen Heizkörper kommen gegen Raumgröße und Kälte nicht an. Zum Glück haben wir dicke Decken. Wir werden früh schlafen und melden uns wieder.
Guten Tag, ihr Abenteurer, man bekommt tatsächlich Gänsehaut wenn man euren Bericht liest. Aber die Landschaft ist schon beeindruckend und die Wolkenbildung hinreißend. Auf jeden Fall habt ihr keine Aussicht auf Waldbrände. Hoffentlich bleibt es dabei, dass ihr jedesmal eine Unterkunft findet, und ihr euch aufwärmen könnt.
Liebe Grüße 🍀
Sooo, ab jetzt fahre ich mit euch mit. Ja, es ist toll mit euch Europa kennenzulernen. Wenn es euch zu anstrengend wird, sagt es mir. Ich glaube euch jedes Wort.😆Umarmung = die Tante.
Hallo ihr Lieben,
ihr seid ja hart gesotten. 😀
Tolle Fotos!
Schön, das wir wieder mitreisen dürfen. 😉
Liebe Grüße auch von Horst.
Bettina