… wir nutzen unseren „freien“ Tag in Motélimar zum Ausschlafen, Wäsche waschen, Taschen sortieren, einkaufen und natürlich auch um uns vor Ort umzuschauen.

Fest auf dem Plan steht für uns der Besuch des Schlosses von Montélimar einens der letzten Schlösser der romanischen Schlossarchitektur. Wir erwarteten eine ernste und tragende Schlossbesichtigung und uns begegnete spielerische, historische Pädagogik. Das ganze Schloss war auf Spielen ausgerichtet. Spielerisches Gärtnern, Spiele aus dieser Zeit und kindgerechte Heranführung an Geschichte. Das war anders als erwartet, gefiel uns aber sehr.

Nun suchten wir das Zentrum, um die bekannten Nougatläden( Herstellung aus Eiweß provenzalischem Honig mit etwas Lavendel und Mandeln) und Hersteller kennenzulernen. Die Altstadt haben wir schnell gefunden, leider waren aber hier 70% der Läden einfach geschlossen, leer und zu vermieten. Ein Stück Nougat konnten wir aber noch finden, sehr lecker.

Am nächsten Morgen geht es weiter und wir wundern uns erneut über Montélimar. Montélimar hat lediglich ca. 40.000 Einwohner, das sind weniger als in Hamburg Niendorf leben (42.000) und trotzdem hat dieser Ort einen industriellen Speckgürtel, der seinesgleichen sucht. Um aus diesem Ort rauszufahren brauchten wir mehr als eine halbe Stunde und 8 große Kreisverkehre, vorbei an großen Supermärkten, Baumarktketten, Autohändlern aller Marken und Fastfoodketten.

Und plötzlich waren wir raus und an dem Rhoneradweg. Sehr plötzlich und sehr angenehm fängt jetzt unserer heutiger Flussradweg an. Perfekte Streckenführung, perfektes Wetter und endlich keine Autos mehr!!! Wir sind wieder mit unserer Aufmerksamkeit bei dem Wildvögeln, die über uns kreisen, der Fluss, der neben uns rauscht und dem wunderlichen Pelz, der überall am Wegesrand liegt. Er kommt von den Bäumen um uns rum und sieht aus wie Schnee. Wir vermuten, dass es Pappelsamen sind.

Wir kommen heute ohne Steigung gut voran und übernachten in dem lauschigen Städtchen Orange. Bei 20 Grad sitzen wir hier am 8. April abends draußen und bekommen von unserem heutigen Gastgeber noch viele Tipps für die Weiterreise. Er ist kaum zu bremsen, weil er unseren Plan so gut findet.

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