… es geht genauso weiter 😉 Wind und Sperrungen bleiben unser täglich Thema – eigentlich schon fast lustig!!!



Wir versuchen dem Ganzen ein wenig entgegen zu wirken und verlassen das zauberhafte Lesina Richtung San Severo und weichen vom ursprünglichen Track ab, dort erreichen wir den Regionalzug nach Foggia und in Foggia steht am selben Gleis schon die Verbindung nach Barletta bereit. So konnten wir den Gegenwind Tag hinter uns bringen ohne selber viel dafür zu tun.





In Barletta planen wir weiter, es geht an der Küste entlang Richtung Bari. Tolle Strecken und Wege, bis …. wir mögen es kaum schreiben wieder die ersten Sperrungen sich in den Weg stellten. Diese waren menschgemachter Art, aber zur Abwechslung auch natürlicher Art.




Wir arrangieren uns langsam damit, finden Umwege und Ausweichstrecken – es hat sogar zur Folge, dass Kontakte mit anderen Radreisenden entstehen, weil man sich gegenseitig unterstützen möchte. So kommt es, dass wir eine fröhliche Schweizerin abhalten in die Sperrung hineinzufahren, sie schloss sich uns an und wir fanden zu Dritt den optimalen Weg an der Sperrung vorbei nach Bisceglie. Dort trinken wir Kaffee mit Kuchen und genießen den Austausch über das gemeinsame Thema Radreisen.




Gemeinsam sehen wir auf der Strecke unsere ersten „Trullihütten“, die typisch für diese Region sind.
„Trulli-Hütten in Apulien wurden im 17. Jahrhundert primär als Steuersparmodell entwickelt. Durch die mörtellose Trockenbauweise konnten die Häuser bei königlichen Steuerinspektionen schnell als unbewohnter Steinhaufen deklariert werden, um die damalige Steuer auf neue Siedlungen zu umgehen“
Zitat Wikipedia
Danach treffen wir ein Kanadisches Paar, dass uns entgegen kam, dem wir von der Sperrung der Ponte Lama berichten und daraufhin ihre Strecke umplanen. Auf dem Weg nach Molfetta erwischt uns noch eine weitere Sperrung, die wir dann schon fast unaufgeregt umfahren können um dann in dieser unfassbar schönen Altstadt in unserem Bed&Breakfast anzukommen.






Hier suchen wir wieder unseren Waschsalon SpeedQueen auf, um unsere Wäsche mal wieder aufzuklaren, werden ganz unverhofft, ganz nebenbei nebenbei zum SocialMedia Star, weil dort gerade ein Film für Intagram gedreht wurde und Ralf der Influencer 😉 sich bereitwillig zum Interview erklärte. Sind wir doch nun schon zum dritten Mal hier in Italien gestehende Waschsalon Fans.
Abends schaffen wir es vorm Augenzufallen noch in die Altstadt mit Pizza und Wein und merken, dass wir jetzt wirklich ziemlich weit weg sind.





Auf dem Weg nach Bari verdunkelt sich der Himmel, das Wetter eskaliert dann in Bari zu einem gewaltigen Gewitter – Blitz und Donner sind nahezu gleichzeitig und das viele Wasser rinnt die Straßen fast wie in kleinen Wasserfällen abwärts. Wir finden Unterschlupf vor einem Wettsalon, die uns freundlicherweise sogar Stühle für den Unterstand zur Verfügung stellten.
Das Wetter und die Unruhe über Mariannes Gesundheitszustand lassen uns ein Hotel in der Nähe suchen, in dem wir zwei Tage bleiben können. Dieses erreichen wir dann in einer Regenpause über den Bahnhof Bari Centrale nach Mole di Bari. Kurz bevor wir ankommen klart es etwas auf, sodass die kleinen Steinhäuser die uns am Wegesrand begleiten wieder zur Geltung kommen.
So wie wir auf der letzten Reise in Italien erfahren durften, dass unser Enkel geboren wurde, müssen wir nun hier erfahren, dass du meine Mama gegangen bist. Wir nutzen die 2 Tage hier, das annähernd zu verkraften und planen den Rückweg mit Rädern und Regionalbahnen. Ich weiß du wolltest, dass es weiter geht, aber wir müssen jetzt innehalten und die Lücke, die du hinterlässt verkraften.
Es wird bestimmt eine weitere Reise geben, aber jetzt begleiten wir dich erstmal symbolisch auf deiner Reise.
Ihr Lieben
Mein herzliches Beileid.
Jeder macht seine Reise – seinen Weg – und schön begleitet ihr eure Mutter nun auf ihrem letzten Erdenweg. Ich wünsche ihr, dass sie ihren friedlichen Platz gefunden hat. Und ihr all die schönen Erinneruungen in euren Herzen trägt.
Welche euch für immer stärken sollen.
Heimweh – war es der bevorstehende Abschied welcher von den Engeln bereits verkündet wurde….
Für mich hat meine Velotour auch so einige, kleinere Umwege gefordert … über die Steine auf eurem Bld bin ich gelaufen , dann beim Schilff vorbei und das Velo auf die Mauer gehoben….
Nun bin ich heute in Santa Cesarea Terme angekommen. Gestern habe ich Lecce erkundet. Es ist eine schöne Stadt.
Sicher könnt ihr eure Reise ein andermal fortsetzen.
Nun wünsche ich euch alles Gute, Kraft und Geduld.
Mit stllen Grüssen
Barbara
Und wenn ihr einmal durch die Schweiz reist und auch das Berneroberland besucht – meldet euch doch.
+41 79 370 36 41