…eigentlich war uns nach den letzten zwei Tagestouren mal nach einer Pause. Ralf drängte sehr danach. Der Wetterbericht und auch die Sorge, dass ja auch bald das Ziel erreicht und damit ja auch das Abenteuer zu Ende geht, hat mich drängeln lassen, uns doch nun noch einmal richtig etwas vorzunehmen.
Ausruhen geht auch zu Hause, zumal der Wetterbericht endlich mal ideale Vorraussetzungen zum Radeln vorraussagt. Diesmal leicht bewölkt und moderate Temperaturen.
Also meine gewünschten 95km nach Saumur wurden nur akzeptiert, wenn die Besichtigung vom Schloss
Villandry, das auf der Strecke liegt dabei herausspringt. Dieses Schloß hat gerade wegen seiner Gärten einen hohen Bekanntheitsgrad. Gesagt, getan.
Wir erreichen Villandry, bevor die vielen anderen Touristen ankamen. Daher konnten wir noch völlig entspannt durch die Schloßgartenanlagen schlendern. Das waren mal ordentlich sortierte Gemüsegärten, da stimmte jedes Blatt Spinat 😉
Auch die Blumengärten, von streng angerichtet bis zu wilden Blumenwiesen, traumhaft – nun haben wir auch endlich ein kleines Gastgeschenk für Paulines Eltern, das in unsere Satteltaschen passt. Samen aus dem Garten von Villandry. Das Innere des Schlosses überlasse ich Ralf alleine, meine Beine waren zu schwer und ich beobachtete im Schloßgarten das bunte Treiben von Menschen aus allen Nationen. Wieder waren viele Biker dabei, teilweisen von Bussen begleitet.
Bevor sich die Busse mit Touristen entleeren konnten waren wi
r schon wieder auf dem Weg Richtung Saumur. Unser Zimmer ist schon reserviert, es gilt also nur noch dort anzukommen. Und was soll ich sagen, ich bin sooo froh mich durchgesetzt zu haben (Ralf übrigens auch 😉 es wurde einer der schönsten Radeltage.
Besonders begeistert haben uns ab Candes-Saint-Martin die Küstenwege, die uns in das Gebiet von Anjou führen.
Richtig spannend wurde es in Souzay Chamgagny, hier gerieten bei unserem Ritt durch die Weinberge durch Zufall in den Parcours Troglodytique.
Souzay verfügt über ein unterirdisches Netz von Straßen, die im 11. Jahrhundert in den Stein geschlagen wurden, die rue de commerce war eine Enkaufsstraße mit vielen Geschäften, die sich in den einzelnen Höhlen befanden. Sie wurde bis Anfang 20. Jahrhundert genutzt. Aber auch jetzt sind noch viele Häuser an den Berghängen bewohnt, die seinerzeit in die Bergwände
eingearbeitet wurden.
Durch die vielen Eindrücke unterwegs und das gemäßigte Wetter, war die Tour heute trotz der langen Strecke sehr kurzweilig. Was die ganze Sache noch mehr erleichterte, war dass man jederzeit, auch ohne Schatten suchen zu müssen. eine Pause machen konnte 😉
Hallo Ihr Helden der Landstraße,
mehrmals musste ich Euren Bericht lesen, so schön die
Gärten und die Prachtbauten und so spannend der Bericht.
(Saat oder Ableger hätte ich auch mitgenommen)
Ich werde gleich mal bei Google nachsehen wo Ihr seid.
viele Grüße Marianne
Hallo Ihr Zwei, schön, dass mal ein Foto von euch beiden dabei ist. 🙂
Ich wollte auch nachsehen, wo sich das Schloß befindet. Welch eine grandiose Anlage! Diese Gärten und die Wasserspiele. Wunderschön.
Ihr seid mal so 95 km gefahren und nennt es kurzweilig? Hahaha, so fitt möchte ich auch mal sein. 😀
Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit und liebe Grüße an die großen Kinder. 😉
Viele Grüße
Bettina