wir verlassen „la Grande motte“, die ohne Karneval und RUF Party im Nachbarhotel gar nicht mehr ganz son „schlimm“ wirkte. Nun geht es weiter durch das Flussdelta der Rhone.
Die Landschaft erinnert uns teilweise sehr an die Küste von Holland an der Nordsee. Dünen und Dämme, die km weit zum Radfahren ausgestattet sind. Zwischendurch immer wieder die Camargue-Pferde und das alles wird begleitet von den Singzikaden. Die Natur hat uns wieder 😉
Wir unterschätzen heute die Reflektion der Sonne im Wasser. Unsere Reiserichtung ist nun Westen. Das bedeuted immer Sonne von vorne ab nachmittags. Gegen 15.00 Uhr merken wir, dass wir zu viel Sonne bekommen haben. Wir sind im Nichts und müssen aber noch 25km fahren. Also irgendwo schnell ein schattiges Plätzchen suchen (in einer Dünenlandschaft gar nicht so einfach), Pause machen, trinken, Mineralien auffüllen (Gurke, Tomate und Calciumtablette). Wir sitzen am Promenadenrand auf unseren Zeltsäcken, im Schatten eines kleinen Mauerstücks. Badegäste, die vom Strand auf ihre Campingplätze pilgern sind fast versucht uns Geld in das geöffnetete Lenkertäschchen zu schmeißen. Ist aber alles gut gegangen. Eigentlich ein Anfängerfehler. 😉
In Séte gibt es erstmal wieder eine Streckenabweichung, weil die Franzosen einfach die Meister der Straßenfeste sind. Hier fand heute der wichtigste Tag des Saint Louis Fest statt. Ganz Séte schien Kopf zu stehen, es herrschte eine lebensfrohe und verrückte Atmosphäre, in der wir uns eine Weile treiben ließen. Wir hielten es für eine Art Gondelwettbewerb. Im Nachhinein wissen wir nun, dass es um einen Wettbewerb der Fischerstecher der Region ging. Die Stimmung in den Straßen war beeindruckend.
Und wieder sind wir erstaunt über die Unterschiedlichkeiten der Eindrücke in kurzen Zeiträumen. Jetzt hinter Séte geht es für uns auf langen Dämmen durch das Mittelmeer. Es braucht noch viel Geuld bis wir uns uns von dem heutigen Tag und der vielen Sonne erholen können. Wir werden wohl noch eine Nacht länger bleiben, weil noch einiges organisieren ist, der Rückweg muß konkretisiert werden und die Streckenführung nach Barcelona steht auch noch nicht. Wir haben das Gefühl unsere ganzen Eindrücke sortieren zu wollen, damit das Finale genug Raum bekommt.
Außerdem gefällt es uns ganz gut hier in diesem idyllischen Agde.
















