beim Verlassen von Lasko radeln wir an der großen Brauerei des hiesiegen Bierproduzenten vorbei und manchmal wird es eng.

Ralfs Schmerzen in der Schulter werden mehr – auch die weniger werdenden Sicherheitsmaßnahmen bezüglich Covid19, und proportional ansteigender Menge an Touristen aus Ländern, die hohe Inzidenzen nachweisen machen uns Sorgen. Wir nutzen eine kurze Bahnstrecke von Most nach Ljubeljana.

Uns empfängt wieder eine unglaublich junge Stadt, die uns von der Menge der Menschen fast überfordert da zugleich die steigenden Zahlen der Deltavariante immer gegenwärtig sind. Wir lassen den Abend beim bunten Treiben mit gemischten Gefühlen auf uns wirken, zumal Ralfs Schulter sich immer mehr mit den Schmerzen in den Vordergrund drängt. Der Schmerz ist nicht mehr wegzudichten….

Wir beschließen mit tränendem Auge, weil es so nach Aufgeben aussieht – unsere Route zu ändern. Gerne hätten wir durchgezogen, zumindest bis Pula. Das Bedürfnis einen Arzt spontan zu einer Sprtize bitten zu können (auf deutsch), die inzwischen echt hohen Temperaturen und der mangelnde Schutz vor Corona sind der Grund für uns, die Kurve gen Norden zu kratzen.

Am nächsten Morgen genießen wir Ljubejana ohne jeden Druck, sitzen rum, schauen, trinken Kaffee, chillen, essen unglaublich lecker und nehmen um 15.30 den Zug nach Villach. Wir buchen am slowenischen Bahnhof 2 Personen und zwei Fahrräder. Dass kein Fahrradwagon vorhanden war, schockt uns nicht mehr. Der Slowenische Schaffner knurrt kein Problem „da rein“. Somit sind wir im letzten Wagon. Mit allen Kräften durch die schmale Wagontür durchgeschoben setzen wir uns auf den Boden vor die Räder. Vorteil, wir brauchten keine Maske. Kurze Schocksituaton an der Österreichischen Grenze: Slowenischer Schaffner geht und den Österreicher schert unsere Fahrkarte nicht, weil es gibt kein Fahrradabteil. Polizei hatte er auch im Geleit…. aussteigen sollten wir bevor wir die Grenze nach Österrreich überqueren. Er lieiß keinen Raum für Diskussion, denn er würde die Verantwortung tragen.

Ralfs Hinweis, er könne doch so tun als wäre er erst im nächsten Wagon eingestiegen – dann hätter er uns gar nicht gesehen, ließ ihn schmunzeln, nachdem die Polizei im nächsten Abteil verschwunden war. Wir durften bleiben. 😉

Wie oft sind wir im Robinson Landskron in Villach mit und ohne Kindern schon eingekehrt. Als einziges Hotel in Villach war hier noch ein Zimmer frei – als treue Kunden gab es einen, zum Glück, Sonderpreis. Hier waren wir schon einmal Gast auf umgekehrtem Wege in Richtung Süden. Man kannte uns noch mit den Satteltaschen. Wir hatten einen tollen etwas ganz anderen Abend und Ralfs Schulter im Blick behaltend planen wir den nächsten Tag.

2 Gedanken zu „Jetzt treffen wir Entscheidungen….

  1. Das habt ihr gut gemacht, und selbst in solchen Situationen kann man sich noch das Beste heraussuchen. Hoffentlich findet ihr einen Arzt, der Ralf helfen kann. Genießt noch eine Weile das schöne Österreich und ich hoffe das Wetter macht mit. Liebe Grüße

  2. Hallo ihr Lieben,
    das ist ja schade mit den Schmerzen. Vielleicht ein paar Tage irgendwo ausruhen und dann mit langsamerem Tempo weiter fahren? Ich hoffe für euch das Beste.

    Habt doch keine Angst vor Delta, Gamma ist doch schon unterwegs.;-) Sorry mein Humor, aber diese Bezeichnungen gab es vor Corona nicht. Nie wurde jemals so über Mutanten gesprochen, wie heute.
    Macht euch nicht zuviele Sorgen. Hände waschen, Abstand halten, gut. Ihr müsst ja nicht zum Fussball ins Stadion gehen.;-)

    Den Augenblick geniessen ist das beste für die Immunabwehr. Eindrücke aufsaugen, Natur geniessen und auf den Körper und die Seele hören. Aber ihr wisst schon, was das Beste für euch ist.

    Hier ist alles ok.

    Alles Liebe
    Bettina

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