… aber erstmal von vorne 😉

Wir verlassen Burgos für die letzte Etappe mit unseren Pilgern. Die werden nämlich ab Fromista ihren Weg Richtung Santiago de Compostela fortsetzen. Wir knicken ab Fromista Richtung Süden ab um dann die Eurovel 1 weiterzufahren.

Auch heute stellt sich für uns nie die Frage, ob wir in die richtige Richtung fahren. Immer mehr Wanderer reihen sich auf den hellen Schotterwegen in Gluthitze und ohne jeglichen Schatten wie von einem Magneten angezogen in diese eine Richtung Santiago de Compostella. Das eine oder andere Mal müssen wir uns wegen zu viel Geröll schiebend dazwischen mengen.

Alle 10 bis 20km gab es ein Dorf und auf den Kantsteinen der ersten Schatten spendenden Hausreihe saßen Pilger und Pilgerinnen, die trotz der Umstände noch sehr fröhlich aussahen.

Wir sind während der Anstrengung wieder sehr froh über die Ausblicke, de unendlichen Weiten der Felder und Wiesen und die teilweise sehr schroffe Landschaft. Das Fahren auf dem Schotter velangt nicht nur uns, sondern auch den Rädern viel ab. Wir erfahren extreme spanische Gastfreundschaft hier im ländlichen Bereich. Wir übernachten in Fromista in einer Pilgerunterkunft, die von einer Familie geführt wird. Am Abend werden wir mit spanischer Hausmannskost, frisch gekocht!!, versorgt.

Gegenüber im Glockenturm entdecken wir, warum es zeitweise klappert 😉 Zwei Storchennester befinden sich dort und am nächsten Morgen weckt uns nicht das Krähen des Hahns, sondern das Klappern der Störche!!!

Frühes Aufstehen war angesagt – wobei unser früh (8.oo Uhr) für die Pilger wohl spät war, denn die waren alle schon wieder unterwegs (so ab 6.00 Uhr).

Wir hatten die Wahl zwischen Steigung oder Schotter und bei beidem gab es heute eine gewaltige Portion Gegenwind dazu. Wir entscheiden uns für den Weg am Canal de Castilla. Der Pfad ist, wie so oft, „steinig und schwer“ also wieder kein einfacher Tag, denn es stehen über 90km an, um den Ort Valladoid zu erreichen. Leider kann man immer nur in solchen Sektionen planen, weil es oft dazwischen keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt.

Der Boden neben dem Kanal wurde etwas besser als gestern aber der Wind gekoppelt mit den vielen km haben uns heute geschafft. Unsere Fahrt ging von Burgos nach Palencia und dann von Palencia nach Valladolid. Wir sind froh am Abend für unser Hotel und ein nettes Abendessen in einer echten spanischen Kneipe.

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