… von Cáceres geht es genau an dieser Nationalstraße Spaniens für uns weiter. Die sogenannte Silberstraße verbindet Gijon mit Sevilla und ist heute und morgen wieder mal unser Begleiter.




Sie geleitet uns ohne viel Spektakel, natürlich mit viel Auf- uns Ab aber immerhin mit Straße unter den Reifen Richtung Mérida, kurz vorm Ziel „köpft“ uns nochmal ein steiler Anstieg, denn die Temperatur war heute so hoch, dass einem das Atmen schwer fiel. Jede Abweichung von der „großen“ Strasse kann nämlich gefährlich werden. Extreme Steigungen sind dann immer möglich. Vor Mérida gibt es den See Proserpina, für eine schöne Pause wählen wir diesen Weg. Der direkte Weg wären noch sechs km bis Mérida (gefühlt also fast da.) Der Umweg über den See sind drei Kilometer mehr, aber diese drei km kosten uns fast eine Stunde mehr Zeit und viel Kraft (siehe oben).


Was für eine Überraschung plötzlich inmitten einer modernen Stadt zwischen alten Restmauern eines alten Triumphbogens oder eines römischen Amphitheaters zu stehen. Hinzu kommt kurioserweise, dass fast alle Menschen, die uns begegneten römisch gekeidet waren ;-). Dies erklärte sich mit einem römischen Stadtfest.





Wir mittendrin fielen dadurch noch mehr auf als sonst!!! Unsere Navigationssysteme versagen hier aufgrund der vielen Gassen und Vor- und Hinterausgänge. Wir verzweifeln ein wenig bei der Unterkunftssuche. Haben wir doch ein Bett und eine Dusche so sehr nötig.



Irgendwie schaffen wir es dann doch immer, wir hatten keine Lust auf Restaurant und Menschenmengen und versuchen in dem Straßenwirrwarr noch nen Supermarkt zu finden. Mummeln uns ein und machen Picknick im Bett.
Wir verlassen Merida über eine fast 2000 Jahre alte Römerbrücke. Das hat uns andächtig gemacht und sehr beeinduckt hat, was diese Brücke wohl zu berichten hätte…

Wieder hangeln wir uns hauptsächlich an der N 630 entlag, die bis Sevilla führt und tatsächlich ihren Namen nicht hat, weil sie 630km lang ist. Den Beweis haben wir geführt. Diese Straße läuft ungefähr parallel zur Autobahn und läßt sich als Radfahrer gut an dem breiten Randstreifen fahren. Auch heute haben wir einige Höhenmeter zu bewältigen.


Unser Endziel ist die Stadt Zafra – die selbstverständlich nur über eine 17% Steigung (Schieben ist angesagt) zu erreichen war (liegt halt nicht direkt an der N630). Mir reichts, Unterkunft direkt an einer Kreuzung, Restaurant geschlossen und Ampel mit quackenden Geräuschen. Egal! Hauptsache lang machen und ausruhen. Leider braucht es noch eine Bergkette zu erklimmen bis nicht mehr jeder Tag ein Kampf ist.




Diese wunderbaren Berichte über eure Extrem-Sport-Reise, werden euch im Nachhinein eine große Freude bereiten, denn soviel wie ihr erlebt,das kann man alles gar nicht „speichern“.
Ich habe gestern einen Film über die Bretagne gesehen und war begeistert, die Klosterinsel Mont-Saint-Michel und die herrlich bunte Landschaft, die Austernzüchter und die Salzgärten und alles habt ihr erleben können. Ich freue mich so für euch und haltet durch, bald habt ihr es geschafft.
Liebe Grüße von eurem größten Fan.