… nach diesem tollen Abend in erster Lage am Meer tun wir uns etwas schwer am nächsten Morgen (vielleicht liegt es auch am leckeren Rotwein 😉



Zunächst geht es noch moderat an der Küste entlang und auf dem Weg von Novigrad nach Antenal Richtung Tar überqueren wir die Bucht, in der die Mirna mündet über einen ziemlich langen Damm.



Dann erwartet uns ein erneuter anspruchsvoller Anstieg bis zur Stadt Tar. Erschwert werden die Umstände durch sehr anspruchsvolle Waldwege. Ohne Navigation hätten wir wohl keine Chance.
Aber wir kommen klar. Die Streckenführung von Kroatien führte uns oft weg von der Hauptverkehrsstraße über Nebenstraßen in Küstennähe oder Kleinsiedlungen. Überall wird Rasen gemäht, gestutzt und geschreddert. Alles wir für die Saison vorbereitet.



Wir gelangen nach Porec und sind da, wo andere mit dem Flugzeug landen um Urlaub zu machen. Auf die Frage woher wir kommen, kommt auf unsere Antwort „Hamburg“ nur noch erstaunte Gesichter.
Die kroatische Küste insbesondere Istrien steht ihren Katalogbildern in nichts nach. Es sieht hier tatsächlich genauso so aus und uns kommt sicherlich zu Gute, dass wir in der Vorsaison hier sind, ansonsten würden uns sicher die Menschenmassen stören. Auffällig ist, dass hier fast jeder Deutsch spricht, während in Slowenien doch Englisch die Sprache der Wahl war. In Kroatien machen so viel Deutsche Urlaub, dass die Gastgeber die Sprache perfekt gelernt haben.






Wir kommen in Vrsar an und haben seit gestern Kontakt mit Andrea, einem Bootsbesitzer, der Taxibootfahrten zwischen Vrsar und Rovinj anbietet. Das würde uns 40km ersparen mit vielen Steigungen und wäre ein kleines Abenteuer. Wir sollen um 15 Uhr dort sein. Der Standort wird uns per SMS mitgeteilt. Fahrräder sind eigentlich nicht vorgesehen und es muss etwas improvisiert werden.


Wir schaffen es rechtzeitig und das Abenteuer beginnt mit unserem persönlichen Kapitän. Sehr redselig und hilfsbereit und auch perfekt in der deutschen Sprache beginnt er stolz sein Boot zu beladen. Mit dem Speedboot sind wir 30 Minuten unterwegs bei bestem Wetter. Besonders abenteuerlich ist der Ausstieg, denn es gibt nur eine hohe Kaimauer, die es zu erklimmen gilt und erschwerend hatten wir noch ordentlich Wellengang. Aber hinterher sind wir ein wenig stolz, dass wir auch das geschafft haben. Zu voll von Eindrücken blieben wir heute gleich hier, wir finden ein schönes „Bed and Breakfast“ und genießen wieder einen tollen Sonnenuntergang.


