… die zündende Idee kam uns beim Abendessen. Wie wäre es mit dem FlixBus? Vom Handy aus ließen sich keine Fahrräder buchen aber auf dem Laptop ging es und wir fanden eine Verbindung von Pisa nach Verona mit Zwischenstopp in Florenz. Der Zwischenstopp war natürlich nicht an der Ponte Vecchio, sondern im Industriegebiet, aber für Schatten, Kaffee und Wasser war gesorgt.



Alles klappte schon wieder prima, nette Busfahrer, Platz genug für Gepäck und Räder und wieder hatten wir unsere Plätze in der ersten Reihe. Das Problem in Italien ist oft, den Ort zu finden an dem der Bus abfährt oder das Hotel bzw. Restaurant ist. Man bekommt nach der Reservierung eine WhatsApp Nachricht mit der Markierung für den Standort und das wars. An dem heutigen Standort war eine Brücke aber keine Busstation. Auf Nachfrage erreichen wir die Terminal Busstation von Pisa, dort stehen etwa 70 Reisebusse an diversen Plätzen wieder zwei Nachfragen und wir finden ein winziges FlixBus Schild auf dem großen Platz.


Diese Aktion hat uns jetzt bis kurz vor die Alpen gebracht. In Verona boykottieren wir die überteuerten Preise in der Altstadt und essen Pizza und trinken Rotwein aus dem Kühlschrank in einer Dönerbude und es war richtig lecker.
Die Weiterfahrt für morgen bereiten wir vor. Danach wollen wir endlich mal wieder auf dem Sattel und nicht mehr in geschlossenen Fahrzeugen sitzen.

In Verona benutzen wir wieder zwei Züge: 1x von Verona nach Bozen mit 1,5 Stunden und 1x von Bozen auf den Brenner. Ab dort heißt es endlich wieder selber fahren!!!
Wir können es kaum abwarten, schnallen alles aufs Rad und rollen den Brenner Pass hinunter Richtung Innsbruck. Das geht zügig und mit uns genießen die Abfahrt andere Radfahrer, Motorradfahrer und einige Autos. Da die meisten Autos die Brenner Autobahn benutzen, hält sich der Stress in Grenzen.




Kurz hinter Innsbruck geht es noch einmal in die Steigung, weil unser Gasthof etwas abseits vom Inn liegt, aber das genießen wir sogar ein wenig – es sind sicher die letzten wenigen Steigungen in den Bergen bis zum das nächsten Jahr.


Wir erinnern uns bei österreichischer Kost an den Beginn unserer Reise und können nun am Abend draußen sitzen, was vor einigen Wochen noch nicht möglich war.
Wie gut zu wissen, morgen wartet keine Bahn, kein Bus und kein Schiff auf uns – für morgen sind wir mal wieder selbstbestimmt auf dem Weg nach Deutschland unterwegs.