aber vorweg gesagt, die erste Woche ist herum. Wir sind allmählich angekommen. Portugal ist grün, zeigt berauschende Natur aber ist auch herausfordernd für Fahrradfahrer.


Heute geht es also von Foz do Arelho nach Peniche. Die beiden Orte an der Atlantikküste sind für uns nur über den Umweg um die Lagune Obidos herum zu verbinden. Dieser Umweg war allerdings lohnenswert und wir sind uns einig auch jeder Anstieg hat sich wieder gelohnt. Die gesamte Strecke beträgt heute „nur“ rund 50km.



Nachdem die andere Seite der Lagune errreicht war, und wir so viel Unwegsamkeiten bewältigt haben, konnten wir von der anderen Seite der Lagune den Punkt sehen, an dem wir morgens gestartet waren.
Weiter geht es durch die riesige Anlage von Praia D’El Rey Golf und Beach Resort. Hier ist alles 5 Sterne+ und wir werden so staubig wie wir sind mit erhobener Augenbraue betrachtet.





Kaum 100 Meter hinter der Anlage verlassen wir die Strasse und zweigen ab auf einen breiten Weg durch Felder. Dieser Weg, welcher auf unserem Navi die richtige Strecke sein soll, ist eher ein grober Pfad.



Einige Trecker kreuzen unseren Weg wir müssen oft absteigen weil der Sand viel zu weich zum Fahren ist, dann erreichen wir Peniche. Im Cafe gibt es Espresso, einen Energie-Smoothie und ein Stück Ananaskuchen. Jetzt noch einmal vier Kilometer gegen den Wind arbeiten und wir erreichen unsere Unterkunft für heute. Genau gegenüber von unserem Hotel bewegen sich Surfbretter (also schon mit Menschen als Träger) vom und zum Strand. Peniche zählt neben Nazaré zu den Surferhotspots in Portugal.


Am nächsten Morgen starten wieder mit starkem Gegenwind. So langsam nervt es, es ist laut, man kommt auch ohne Steigung nicht voran, wenn es mal abwärts geht haben wir Schotter und Schlaglöcher … aber weiter geht´s…



Wir sind auf dem Weg nach Santa Cruz wieder schwer beeindruckt von der portugiesischen Küstenlandschaft. Sie fordert uns sehr viel ab an körperlichem Einsatz und an Technik bei der Handhabung unserer Räder – diese Vielfalt von unterschiedlichen Landschaften widerum lässt uns über so manches staunen. Eben noch am Strand, dann ein richtig steiler Anstieg. Dann ein Auf-und Ab, plötzlich wieder auf einen Feldweg, was soll diese Streckenführung? Wer hat sich das bloß ausgedacht?






Oft stehen wir mit offenem Mund und es ist immer unerwartet was auf uns zukommt. Strand und Buchten, sattes Grün, karge Felslandschaft, Steine und Geröll, kleine portugiesische Fischerorte und und aufeinmal ein entspanntes Stück Flussradweg am Rio Alcabichel. An diesem Radeln wir zwischen zwei Felsmonumenten direkt in die nächste Bucht. Die Landschaft hatte etwas märchenhaftes, sie war so gigantisch, dass man sich vorkam wie ein Zwerg im Riesenland.




Wir kommen erschöpft nicht nur körperlich, sondern auch aufgrund der vielen Eindrücke in Santa Cruz an. Nach einer ausgiebigen Dusche fühlt man sich viel besser.
Wir finden zum Abendbrot noch einen tollen Spot am Meer, verstehen die Speisekarte falsch und bekommen 2x XXXL Chickentoast, wovon wir nichtmal einen schaffen konnten (somit haben wir Chickentoast für 2 Tage 😉 das Meer stimmt uns glücklich und wir hoffen auf weniger Wind morgen.



Wahrhaftig. Mehr Natur geht nicht. Wenn man sich die Radwege so anschaut, kann man sich den Kraftaufwand von euch gut vorstellen. Ich werde morgen früh meine Radtour ins Dorf geniessen und wünsche euch für die nächsten 80 – 100 km eine ähnliche Strecke, wie ich sie geniessen darf. schönes Wetter wünsche ich auch, ähnlich, wie wir es hier gerade haben. Gute Fahrt, ihr Beiden = Tante