… um unseren Pausentag wieder einzusparen haben wir uns einen Transfer vom Club nach Almeria gebucht.

Wir bekamen Sonderkonditionen durch das Hotel und wir wurden genau vor der Tür abgeholt. Entspannter geht es nicht, zumal wir einen sehr netten Fahrer hatten, der nur spanisch sprach und wir trotzdem uns irgendwie während der Fahrt austauschen konnten. Der Wagen war so groß, dass unsere inzwischen gereinigten Fahrräder komplett bleiben konnten.

Nun hat uns ja meine Lieblingstante schon vorgewarnt bezüglich des Plastiks in Almeria, und trotzdem kamen wir aus dem Staunen, Wundern und Skeptischsein nicht raus. Weiße Palstikhauben so weit das Auge reicht. Darunter das Gemüse, das nach Europa exportiert wird.

Ein Einheimischer erzählte uns dazu schon, dass diese riesigen weißen Flächen sogar aus dem Weltall sichtbar sind. Es sollen ca. 360 Quadratkilometer (eine Fläche von 45.000 Fußballfeldern oder etwa halb Hamburg) Gewächshausflächen sein, alle mit weißer Plastikfolie abgedeckt. Bewässert in der Regel mit (entsalztem) Meerwasser. Es gibt auch keine Schädlinge im Gewächshaus, daher muss nicht gesprüht werden. Viele Gewächshäuser tragen ein Bio-Siegel. Dass das hier bis Murcia die trockenste Gegend Spaniens ist, ist schon deutlich zu sehen. Klar, dass man sich etwas einfallen lassen muss, um die trockenen Böden irgendwie zu nutzen. Schade, dass es nur mit Plastik gemacht wird und dieses dann auch bei eingen Bauern in den Gräben rumliegt.

In Almeria angekommen freuen wir uns schon wieder auf den Rädern zu sitzen. Die Region wird immer trockener und karger. Anfangs führt uns die Eurovelo 8 vorbildlich an der Küste entlang.

Wir fahren an den Stränden entlang nach Retamar, auch dies ein noch ausgestorbener Touristenort. Wir finden eine Unterkunft in Cabo de Gato und bereiten uns auf unsere Tour durch das Naturschutzgebiet Cabo de Gato Nijar vor. Das wird der südlichste Punkt unserer bisherigen Reisen mit dem Rad werden. 


Der Naturpark hat nicht zuviel versprochen. Menschenleer und wieder einfach fantastische Ausblicke. Einziger Nachteil, sehr schwer zu fahren da es wieder nur grobe Schotterwege gibt. Jedesmal haben wir das Gefühl uns kneifen zu müssen, ob wir das tatsächlich erleben, ob wir tatsächlich hier in dieser skurrilen Landschaft sind.

Nun beschließen wir in San José die Eurovelo für heute zu verlassen und auf der Straße weiter nach Carboneras zu fahren. Unsere Natureindrücke sind sowieso schon randvoll und wie sich erweist, gibt auch eine Runde im Landesinneren einen vielseitigen Eindruck.


Wir haben heute richtig guten Rückenwind und die letzten 30km auf der Straße sind fast schon entspannend. Ein gutes Gefühl, wenn bei einer Steigung der Wind von hinten geschmeidig nachhilft 😉

Obwohl wir heute zum Mittag auch richtig gegessen haben und diverse Snacks unterwegs dabei hatten, haben wir doch schon wieder richtig Hunger 🙂 und werden in unserem heutigen Hotel in Carboneras gut versorgt. So langsam verstehen wir die Esskultur der Spanier und weichen gerne auf die nicht übersetzte Speisekarte aus, die dann die landestypischen Tapas oder Pinchos enthält – nämlich die kleinen Portionen, von denen man mehrere bestellt um ein abwechslungsreiches Abendessen zu haben. 


Ein Gedanke zu „Vom Cluburlaub Richtung Wildnis …

  1. Moin ihr Lieben. Es sieht durchgehend nach schönem Wetter aus. Dieser Blick vom Hotel ist grossartig. Ihr Geniesser aber auch. Ciao = Tante

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