wir starten heute beide etwas müde, denn wir hatten die ersten Mücken bei uns im Zimmer. Die kleinen Plagegeister können nachts ganz schön nerven. Aber egal. Das Frühstück, das Restaurant hat zur Zeit geschlossen, wurde uns auf das Zimmer gebracht. Kurz anziehen, Taschen an die Fahrräder und los.


Von Regen keine Spur mehr, kaum Wind und keine Steigung. Die ersten zehn Kilometer bis Gandia sind
schnell erledigt. Ja und jetzt beginnt die eigentliche Aufgabe, denn es kommen noch 70km bis zur nächsten Unterkunft dazu. Der Track schickt uns auf Agrarwege, nur Felder, kein Baum, kein Strauch nur nix. Ja dann ziehen sich die Kilometer. Nach 30 Kilometern erreichen wir Cullera und rasten. Dann geht es weiter und es wird etwas grüner. Uns fallen deutliche Unterschiede zu Murcia auf. Hier gibt es mehr Wasser. Hier fährt man über eine Brücke und sieht einen Bach oder Fluß in Murcia war immer alles trocken. Bei der ersten Brücke waren wir tatsächlich ganz überrascht als wir Wasser sahen.





Hier gibt es Erde (schwarz, dunkel) in Murcia eingentlich nur Sand. Hier gibt es kein einziges Plastikgewächshaus mehr, weil der Boden nicht unterstützt werden muss. Dann wachsen auch ab zu wieder Laubbäume und dadurch gibt es mehr Vögel. Reiher in Massen oder den braunen Stichler (mussten wir erstmal googeln) oder Flamingos. Die stehen dann alle mal so auf der Strasse rum und schauen uns an oder fliegen über uns hinweg.



Dadurch sind die nächsten 20 Kilometer gar nicht mehr so schwer. So gegen zwei Uhr fällt uns eine ganz dunkle Wolke am Horizont auf. Der Wind wechselt gerade ständig und wir haben jetzt auch mal kräftigen Rückenwind. Eigentlich kommt der Wind aus allen Richtungen und auf den Feldern bilden sich kleine Staubwindhosen.



Wir müssen genau in die schwarze Wolke sprich in das Gewitter……… auf dem flachen Landstrich, den wir gerade durchqueren ist das mit dem Gewitter nicht ganz ungefährlich, deshalb nutzen wir das einzige kleine Steinhäuschen als Unterschlupf um abzuwarten bis das Schlimmste vorbei ist. So eine kleine Abenteuereinlage musste wohl sein 😉 damit es nicht zu langweilig wird. Trotzdem erreichen wir planmäßig Valencia. Es war wunderbar wieder den ganzen Tag unterwegs und draußen zu sein.


Ihr Abenteurer,
du hast recht, der Bericht ist kürzer als sonst,aber so vielseitig , dass man mehrmals schauen muss. Die Zugabe mit dem Gewitter und der Windhose hätte bei mir einen Herzkasper ausgelöst. Aber selbst da findet ihr eine „Schutzhütte“ Dann muss man staunen über die Fauna in der Landschaft, schade, dass sie alle unterwegs waren. Weiterhin soviel Glück mit den Unterkünften und überhaupt mit allem was ihr da so treibt.
Gruß aus dem sommerlichen Norden.
WIe grossartig. Da findet ihr eine Steinhütte, wenn ihr sie am nötigsten braucht. Klasse. Wofür war die eigentlich gedacht? Nur für euch? Rätsel…Gute Fahrt, ihr Lieben = Tante