in Donauwörth überqueren wir die Donau und können wunderbar den Zusammenfluss von der Wörnitz in die Donau sehen. Gemeinsam fließen sie mit dem Lech, der dann 10km weiter östlich dazukommt Richtung Osten.


Für uns dagegen geht es dieses Jahr über die Donau hinweg Richtung Süden. Hier startet die Via Claudia Augusta und auf diesem Radwanderweg tummeln wir uns bis über die Alpen. Das Wetter ist heute traumhaft, die Streckenführung viel auf Landstraßen mit guten Radwegen.

Weite Felder, Schäfchenwolken, Storchengeklapper und das Surren unserer Reifen begleiten uns auf dem Weg nach Augsburg, dabei kann man so richtig seinen Gedanken nachhängen.


Kurz vor Augsburg holt uns das Stadtgewimmel ein, der starke Straßenverkehr erwartet wieder volle Aufmerksamkeit und die Luftqualitätswerte sind spürbar schlechter. Da wir das zweite Mal hier sind schauen wir uns nur das alte Stadttor an und nehmen als Beweisfoto die Figuren der Augsburger Puppenkiste mit (ach das waren noch Zeiten). Inzwischen ist es 15.00Uhr durch und wir haben richtig Hunger.



Nur hier, wo wir fahren, gibt es nichts. Wir halten per Zufall an einem Sportplatz mit Vereinsheim und angeschlossener Pizzeria. Eigentlich erst ab 17.00Uhr geöffnet aber wir bekommen trotzdem schon eine ganz frische Pizza und können draußen sitzen. Etwa 10km weiter in Königsbrunn übernachten wir und hoffen, dass die nahegelegene Kirche in der Nacht nicht im Viertelstundentakt die Glocken läutet. Das ist hier in manchen Gemeinden der Gegend wohl ein echtes Problem haben wir von einer jungen Mitarbeiterin im letzten Hotel gehört, die schon mit 25 nicht ohne Beruhigungsmittel schlafen gehen kann.



Wir haben aber bestens geschlafen und gewöhnen uns wieder ans mobile Leben, finden wieder spontan, was sich in welcher Tasche befindet. Bei der Menge der Taschen schon beachtlich oder?
Kurz beladen in der Tiefgarage und los geht es bei Regen, der sich leider den ganzen Tag halten wird. Trotzdem verlieren wir nicht den Blick für die Kleinigkeiten, die sich besonders in den Vorgärten abspielen. Das geht von vorzeiteige Ostergärten bis zu Miniaturwunderländern mit Playmobilfiguren.


So erreichen wir Landsberg am Lech und erleben diesen Ort jetzt bei Regen, den wir im August 2020 zwar mit Sonne aber auch mit Corona und Maske erlebt haben. Und weiter geht es über die eine oder andere Steigung über endlose Weidewiesen und Wälder.




Nur aus den Fotos aus 2020 wissen wir, dass im Hintergrund schon die Alpen zu sehen wären. Der Regen wird zum späten Nachmittag immer stärker, wir sind froh kurz nach 17.ooUhr das Ziel Peiting zu erreichen.


Wir beenden den Tag mit Semmelknödel und Gulasch und mummeln uns ein um erholt zu sein für den nächsten Tag. Ach ja in den Alpen soll es schneien, schaun wir mal was geht.