… wir wachen auf bei strahlendem Sonnenschein. Vorgestern steckten wir noch bis zu den Knien im Schnee und nur durch Fortbewegung, durch eigene Kraft, sind wir jetzt plötzlich mitten im Frühling.




Dafür brauchten wir allerdings heute noch etwas Anstrengung für den letzten Anstieg von Nauders zum Reschenpass. Vorbei an noch aktiven Liftstationen und einigen begeisterten Skifahrern. So bekam Ralf mal einen kleinen Einblick, was im Skifahrer Alltag so los ist, beginnend mit dem Marschieren auf Skistiefeln, die Abholung mit dem Skibus und dem Anstehen am Lift.





Wir schlängelten uns an der ganzen Sache vorbei und waren dann wieder auf unserem frühlingshaften Fahrradweg Richtung Reschenpass und Reschensee. Den habe ich nun von Hamburg aus sooo oft auf der Webcam wegen des Wetters betrachtet – wir waren sehr happy und beeindruckt jetzt hier zu stehen. Das i-Tüpfelchen war aber der nahezu noch zugefrorene Reschensee. Es sind wirklich besondere Bilder.




Lange radeln wir am Reschensee entlang und feiern uns, dass wir nun Italien erreicht haben. Die Via Claudia Augusta führt uns dann am Etsch entlang mit einer sensationellen Streckenführung südöstlich langsam aus den Alpen heraus Richtung Meran. Überwiegend bergab geht es mit leichten Schwüngen durch die schönste Landschaft. Der Etsch wird immer wilder und größer, haben wir ihn doch in seinem Ursprung am Reschensee bis hier begleitet. Auch morgen bleiben wir dem Fluss treu.





Nach unserer Übernachtung in Schlanders fahren wir genau an diesem Radweg weiter. Den Etsch rechts von uns rollen wir durch das Vinschgauer Tal, das Apfelparadies. Und das war für uns heute wirklich besonders, denn die Apfelfelder bestanden am heutigen Morgen nur aus Stamm und Ästen, um die Mittagszeit hatten die Bäumchen schon grüne Knospen und am Nachmittag, als wir kurz vor Bozen waren, standen die Apfelplantagen in voller Blüte.




Wir rollen mit zunehmendem Gegenwind an Bozen vorbei mit beenden den heutigen Tag nach 90km in einem kleinen Ort ca. 60km vor Trient. Heute ist Selbstversorgung angesagt und wir sind froh über unser ruhiges Zimmer. Gegenwind ist nicht nur wegen der Anstrengung blöd, nein auch wegen der Lautstärke!!!



Hallo ihr Flussbegleiter. Wenn ihr die Apfelbäume jetzt weiterbegleitet, könnt ihr nicht auf dem nächsten Streckenabschnitt schon Äpfel ernten? Bringt mal den `Wellant´,mein derzeitiger Favotit 🙂 Jedenfalls erlebt ihr die Natur hautnah. Umarmung = Lilly
Favotit = Favorit