… wieder läuft es komplett anders als erwartet. Wir haben uns in den Kopf gesetzt heute Turin zu erreichen, es sind dafür zwar 90km aufgerufen – wir haben aber schon die eine oder andere Abkürzung gesehen.



Und diesmal läuft wirklich alles optimal. Die Streckenführung nach Turin ist einfach toll und hat teilweise alte Autobahnstrecken als Radfahrwege umfunktioniert. Somit geht es teilweise auf diesen alten Straßen oder alten Bahntrassenwegen richtig gut voran.





Kurz vor Turin empfängt uns eine Riesenstraße, sechsspurig, es tummeln sich Feierabendverkehr und viele Laster, komplettes Programm. Wir müssen die Seite wechseln und plötzlich gibt es einen Fahrstuhl extra für Fahrräder, um sicher auf die andere Seite zu kommen. Besser geht es nicht. Wir erreichen ziemlich spät unser Hotel in Turin, es ist so um halb acht. Deshalb gibt es heute Picknick im Zimmer, denn unser Aufnahmevermögen für heute ist sowieso am Limit.



Am nächsten Morgen nach dem Frühstück haben wir uns dann ein wenig Turin angeschaut. Unser Hotel liegt relativ dicht am „Centro“. Wir schieben also einfach los und lassen uns ein wenig treiben. Es ist Samstag Vormittag, ein Sport Event ist in der Planung und eine Technikmesse findet vor Ort statt. Überall erklingt Musik und gibt den alten Gebäuden und Einkaufstraßen eine besondere Stimmung.










Vom Rest des Tages waren wir ausnahmsweise mal schwer enttäuscht. Der Poradweg ging nicht so weiter wie erhofft, wir quälen uns durch Feldwege voller Schotter und Schlaglöchern. Wir hatten eigentlich vor einen Bauernhof zu erreichen, im Kopf die Vision einen Pausetag zu machen mit Sonnenliege am Pool und etwas Körperpflege – es bestätigt sich wieder einmal, es wird nie so, wie man es sich vorstellt. Wir erreichen diesen Ort nicht, weil wir einfach zu langsam voran kommen.





Zähneknirschend brechen wir für heute ab. Bleiben schon um 16 Uhr in Chivasso und werden freundlich in der hiesigen Unterkunft empfangen. Es dauert dennoch bis zur Entdeckung eines nur 150m entfernten Waschsalons, bis sich unsere Stimmung hebt. Sollte es einfach nur so sein? Denn Wäsche waschen war für uns auch dringend angesagt.
So zuckeln wir los, kommen doppelt strahlend zurück. Mit sauberer strahlender Wäsche und selbst strahlen wir auch. Zum Abschluß gibt es noch ein leckeres italienisches Abendessen. Man gibt uns noch einheimische Tipps die gesperrten und unfahrbaren Streckenabschnitte zu umfahren. Wir machen uns lieber noch keine Vorstellung davon wie es morgen läuft, es kommt ja eeeeh völlig anders 😉
Ohje. Ich bin ja gerne mit euch unterwegs, aber Schotterwege und Schlaglöcher kann man auch bequem zu Hause haben.(Scherz, in Italien sind die viel schöner umrandet) Am meisten freue ich mich über eure Unterkünfte und die italienischen Abendmahlzeiten. Da sitze ich gedanklich dabei und freue mich für euch.Ciao ihr Lieben = Tante