… unser heutiges Ziel ist Le Havre. Wir halten uns diesmal streng an die Ausschilderung und die Navigation, um Diskussionen über Abkürzungen oder Optimierungen zu vermeiden ;-



Dies beschert uns in diesem Falle einen wunderbaren Tag. Wir haben das erste Mal so richtig Sommer!!! Endlich mal schwitzen beim Fahren bis es tropft….
Beim Verlassen von Fécamp müssen wir noch für das eine oder andere Foto stoppen, die Gebäude sind halt so gut erhalten und werden offensichtlich mit viel Liebe zum Detail, und Geld, gepflegt.



Die Eurovelo 4 bringt uns mit der Streckenführung in diesem Bereich sooo entspannt durch Felder und Wiesen. Vorher müssen wir aber noch die eine oder andere Steigung bewältigen.




Beeindruckend wieder unterwegs die Naturschauspiele mit nebelähnlichen Wolkenwanderungen, die extreme Temperaturschwankungen und mystische Stimmung mit sich bringen. Wir vermuten, dass die Temperaturunterschiede Wasser und Boden an der Küste zu diesen feuchten Schwaden führen.
Auf breiten Radwegen rollen wir ganz entspannt immer bergab nach Le Havre ein. Als wir am Ortschild standen kam dann wieder dieses tolle Gefühl auf, hier sind wir angekommen nur mit den Fahrrädern!!!!



Mitten in der Stadt finden wir eine Unterkunft mit Balkon im 6. Stock, zum Glück mit Fahrstuhl 😉 In der Stadt war einiges los, Musikfestival, Sport- und Tanzveranstaltungen. Überall freuten sich alle über das Wochenende und das stabile Sommerwetter. Alles findet draußen statt, lacht, singt, tanzt – die Stadt brummt und wir sitzen nach unserem Abendessen oben auf unserem Plätzchen unter freiem Himmel, legen die Füße hoch und genießen das Treiben vom Balkon mit Abstand und einem Glas Rotwein.



Was unseren morgigen Tag etwas durcheinanderbringt ist ein Wochenende im Sommer in dieser Gegend und das Thema Angebot und Nachfrage bei den Unterkünften. Wir stellen bei unserer Abendidylle mit Schrecken fest, dass an der Küste alles, aber auch wirklich alles ausgebucht ist für den Samstag Abend. Und die Unterkünfte, die es noch gab hatten sooo absurd hohe Preise, dass wir die uns einfach nicht gönnen WOLLTEN.



Wir entscheiden uns gegen den Strom zu schwimmen. Aber zuersteinmal radeln wir durch Le Havres Hafengebiet um über die Pont de Normandie die Seine zu überqueren. Ein schöner Anblick wie sich die Brücke im Dunst langsam aufbaut. Wir erreichen Honfleur und sind auch hier gebremst durch die vielen Touristen. Den Charme dieses kleinen Ortes und die Vorstellung auf Crepe und Cidre gemütlich am Hafen geht heute nicht, wir müssen noch ganz schön weit heute.





Wir fahren an der Küste weiter Richtung Deauville. Dort steigen wir in die Regionalbahn und erreichen ganz entspannt Cabourg. Unser Plan geht auf, denn von dort fahren wir ins Landesinnere nach Caen, ja und dort gibt auch wieder normale Zustände in Sachen Unterkunft.


Wir nehmen dann morgen wieder die eigentliche Strecke auf, denn von Sonntag auf Montag ist das Preisniveau dann wieder normal und nicht dreifach so hoch.
Hallo ihr Lieben.Ihr hattet hoffentlch eine nette Unterkunft und konntet auch gut schlafen. Ich fühlte mich beim Lesen eurer letzten Tour ziemlich mitgenommen.( in diesem Sinne) Ihr habt jetzt sicher auch eine Hitzewelle?Ich bewundere eure Ausdauer. Umarmung = Tante