… so geht es weiter und zum Glück schnell wieder raus aus der Stadt Saint-Brieuc Richtung Küste nach Binic-Etables sur Mer. Dankbar für Streckenführung und Ausblicke rollen wir den Schildern der Eurovelo nach. Nicht falsch verstehen die kleinen französischen Dörfer und Städte sind auch toll, unschlagbar ist aber die Natur in der Bretagne.

Und es geht weiter mit Ohhhh und Ahhhh es ist einfach sensationell, was die Bretagne an Natur zu bieten hat. Hier bekommt dann Ralfs Lieblingsspruch „nach fest kommt ab“ einen neuen Begleiter denn „nach runter kommt rauf“ 😉 ein elendes Auf und Ab hier. Nur jedes Mal, wo wir uns gegen die Abkürzung entscheiden und den Track ohne Ausrede fahren, werden wir mit noch schöneren Ausblicken belohnt.

Nette Kontakte und Begegungen hatten wir unterwegs und auch immer wieder ein neues Bild vom Camper und Wohnmobilleben. So einfach scheint es uns dann doch nicht mit dem freien Campen. Oft sind Plätze für 5 Mobile vorgesehen – aber wer zuerst kommt…. und wer zuletzt halt kommt muss dann stundenlang weitersuchen. Oder man entscheidet sich für Massenparkplatz Caravaning, so zumindest unser optischer Eindruck. Es ist wohl egal, wie man reist, sobald man täglich woanders schläft, egal ob mit Zelt, Bus oder Bed&Breakfast die tägliche Ortsuche ist zeitaufwendig und nach einem erlebnisreichen Tag anstrengend. Sitzt man dann aber erstmal nach erfolgreicher Schlafplatzsuche und Nahrungssuche an seinem abendlichen Platz – dann ist man einfach glücklich.

So sitzen wir nun auch heute Abend, versorgt durch unseren Einkauf beim Intermarché im Esszimmer unserer Gastgeberin mit einem Ausblick zum Glücklich sein. Hier in Paimpol gibt es in diesem tollen Bed and Breakfast auch ein hervorragendes Frühstück. Wir wurden durch den Duft von selbstgebackenem Brot geweckt. Gestärkt machen wir uns auf den Weg weiter an der Côte d´Armor über Trédarzec bis nach Lannion.

Davon ist der zweite Teil des Tages wieder abseits der eigentlichen Eurovelostrecke, weil wir uns langsam sputen müssen, denn wir wollen uns am 7.7. mit Janina, Piet und Leo westlich von Nantes in einem Ferienhaus treffen. Um pünktlich da zu sein, müssen wir so langsam von der Küste weg Richtung Süden radeln. Für morgen haben wir uns dafür schon eine Strecke zusammengestellt und verabschieden uns von dieser wilden Gegend.

Hier in Lannion sind wir wieder begeistert von den alten Gebäuden und dem bunten Treiben auf den sommerlichen Straßen. Wir kommen entspannt in einem IBIS nahe der Altstadt unter und lassen den Abend in einer Crêperie ausklingen. Hier werden wir wieder bestens mit Galettes, Crêpe und Cidre versorgt – was im nachhinein ganz niedlich war, dass der Gastwirt mit uns aus Höflichkeit deutsch sprach und wir auf französisch antworteten. Jeder wollten dem anderen für die Heimatsprache Respekt geben.

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