schlafen!!!
Nass, nasser und noch mehr nass so sind wir hier angekommen. Unsere Unterkunft hatten wir schon am Tag davor reserviert. Man hat dann ja so gewisse Vorstellungen. Diesmal dachten wir an eine lauschige Pension in der Nähe des Zentrums an einem der vielen Kanäle (hier ist das Venedig des Nordens). @ Mama der Prospekt ist bereits eingepackt.
Also als wir gestern so richtig müde und erschöpft eintrafen wurde Ralf richtig maulig, was ich da schon wieder so ausgesucht habe 😉 , neben uns ein vierspurige Hauptstraße dahinter Industrieanlagen – Alles nicht schön!!!!!! Wir sind aber viel zu erschöpft um noch nach einer weiteren Übernachtungsmöglichkeit zu suchen und es wird allmählich dunkel. Man soll aber nichts beurteilen, was man noch nicht gesehen hat. Wir schieben unsere Räder durch eine Glasschiebetür, welche sich im Durchgang der alten Villa befindet und kommen in einen Innenhof voller großer Pflanzen – nun waren wir wieder vorsichtig optimistisch, wo ein rostiges kleines Schild auf B&B (Bed&Breakfast) hinweist.
Nun sehen wir Innenhof, Laster, Kieshaufen, Garagen, ein Licht am Ende des Hofes, ein großer Hund läuft bellend auf uns zu, jetzt kriege ich große Augen und wollte auch hier weg….doch zu spät, eine Frau kommt auf uns zu, fragt freundlich „deutsch“ „englisch“ „französisch“…eigentlich war ich aber sprachlos. Die Belgierin beginnt sofort unsere Räder abzupacken, nun kommt Ralf zu Worten und bitten zuvor das Zimmer sehen zu können. Ich warte lieber unten. Nach der Besichtigung wird klar. Es wird die beste Übernachtung – wieder was gelernt 😉 der äußere Schein trügt so oft! So geschmackvoll und stilvoll und groß, wir haben eine richtige Wohnung und ein extrem schönes Bad. Daumen hoch, hier können wir uns für den nächsten Teilabschnitt erholen und weiter planen.
Zum Frühstück über Hinterhof und Baustelle auf ein graues Flachgebäude zu, im Inneren modernster Loft vom Feinsten. Nach dem Frühstück ab in die Stadt.
Brügge ist ein wirklich schöner Ort mit vielen gut erhaltenen alten Gebäuden. Wir sehen die erste Börse der Welt, in der heute ein Radiosender stationiert ist. Ein eindrucksvolles Rathaus, die heilig Blut Basilika (hier soll sich eine Ampulle von Jesus Blut befinden) und Liebfrauenkirche,
PommesFrites Museum, Biermuseum, kleine Cafés, Bootsfahrten durch die Kanäle, Kutschfahrten durch Brügge und natürlich das Schokoladenmuseum (Belgien schein nicht das Land von low carb und no sugar zu sein – jeder zweite Laden ist eine chocolateria) ohne meine geliebten Leonidas Pralinen komme ich hier auch nicht weg (sorry @ GM from Scoop).
Insgesamt zu viel für einen Tag und müde Beine. Wir haben die Stadt auf uns wirken lassen und festgestellt, dass die Belgier ziemlich viel Geschmack haben und damit meine ich nicht nur die Schokolade ;-), sondern auch die Einrichtung und das Anrichten und Zubereiten der Speisen.