einen Tag Pause haben wir in Agde wie beschlossen eingelegt. Den ganzen Tag im Bett gelegen, und abends noch einmal den Sonnenuntergang genossen. Das tat gut, aber „never touch a running system“, ich hatte heute keine gute Laune. Schon das Packen der Räder kam mir anstrengend vor.

Mürrisch kämpfte ich mich hinter Ralf her auf dem Weg nach Beziers (der hat gestern über Extremradfahrer gelesen die 150 – 180 km am Tagfahrten und will es heute wohl wissen), entlang am Kanal de midi, der Toulouse mit dem Mittelmeer verbindet. Im Prinzip liebe ich die Kanalstrecken und ich muss wieder ein paar schöne Bilder davon zeigen. Auch wenn diese tatsächlich denen von Brügge oder denen an der Loire sehr ähneln.

Also radeln wir weiter durchs Languedoc bei 38 Grad und ich zeter weiter vor mich hin, habe ewig Durst und die Schottenwege sind sauanstrengend. Auch wenn der Ausblick wieder mal wunderschön ist.

Der so angepriesene Malpas Tunnel auf dem Weg nach Narbonne war für uns nicht durchquerbar, weil unsere bepackten Räder zu breit waren. Also wieder hoch und runter und hoch und runter, ohne Schatten Wege suchen, langsam ist auch Ralf gereizt.

Das macht bei der Hitze einfach keinen Sinn. Die schönsten Weinberge und der schönste Ausblick bringt nichts mehr. Wir beschließen diesmal ohne, dass uns das Navi es vorschreibt, eine Streckenabweichung. 😉

Nicht mehr die malerischen Schlenker durch die Weinberge, sondern auf direktem Wege auf der Landstraße in unseren Zielort. Helme auf und ab in den französischen Feierabendverkehr. Im Nachhinein eine super Entscheidung. So haben wir Zeit für wieder eine schöne Altstadt. Wir bekommen ein Stück alte echte römische Straße zu sehen der Via Domitia, die von Italien über Frankreich bis Spanien verlief (122 bis 118 vor Christus) Ziemliche Schlaglöcher 😉

Und ich beschwer mich über Schottenwege. Die Kathedrale Saint-Just ist mit seiner Höhe von 41m einer der größten Frankreichs – leider nur nie fertiggestellt. Hinzu kommt, dass wir noch 5 Min. zu spät kamen und sie nicht von innen anschauen konnten.

Aber den besten Anblick haben wir aus unserer heutigen Unterkunft. Sieht kitschig aus, war aber genau so!!!

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