Gut geschlafen, gut gefrühstückt, weiter geht´s. Es ist strahlend blauer Himmel und ein heißer Tag erwartet uns.
Wir radeln Richtung Dinkelsbühl. Vorher nie gehört, die Namensgebung hat mit der damals hochgeschätzten und unempfindlichen Dinkelähre zu tun. Wieder eine beeindruckende Altstadt. Wir schieben durch die Fußgängerzone und versuchen Details zu erhaschen. Vor der Kirche eine Skulptur des Mannes, der das Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“ komponiert hat. Hätte Christoph von Schmid, damals gewusst wie berühmt dieses Lied wird ;-)… er wurde in Dinkelsbühl geboren.
Genau diese Dinge lieben wir auf unseren Touren. Sachen entdecken, Hintergründe nachlesen und recherchieren. Wir fahren weiter, rasten neben einem Minoritenkloster. Dort gibt es ZwetschgenDatschi und einen Haferl Kaffee. Wir sind gspannt auf unsere Fahrt durch das Nördlinger Ries. Dies Gelände entstand vor 15 Mio Jahren durch den Einschlag eines 1000m großen Meteoriten, der sich tief in die Erde bohrte. Die dort ursprüngliche Landschaft wurde vernichtet. Dadurch entstand eine große runde Ebene mit einem kreisrunden Kraterrand mit einem Durchmesser von 24km. Als wir in der Mitte der Fläche waren konnten wir am Horizont tatsächlich rund um uns herum die zusammen geschobenen Felsmassen als Kranz um die Fläche wahrnehmen.
Kurz darauf erreichen wir Nördlingen und weil Birgit ein tolles Hotel in Donauwörth gefunden hat, beschließen wir kurzfristig die Regionalbahn zu nehmen. Der Zug steht schon am Gleis, Glück muss man haben 😉 Keine Anzeigen wann und wohin, keiner steigt ein, wir werden skeptisch. Google sagt wir müssen erst den SEV nehmen und dann den RE. Wir fragen Passanten und sogar den Lokführer, keiner weiß was SEV bedeutet aber wir sollen erst mit dem Bus fahren und dann von Mötting mit der Bahn. Nun ein kollektives AHAAAA 😉 SEV heißt Schienenersatzverkehr ;-), denn gerade heute fuhr der Direktzug nicht. Also alle zum Bus, 6 große Fahrräder und ein Kinderrad galt es unterzubringen unter Gepöbel eines einzelnen Fahrgastes, der es unmöglich fand, dass soooo etwas erlaubt sei.
Alles klappt super, alle fassen mit an unbeeindruckt des Gemeckers. 20 Minuten später sind wir in Donauwörth und haben wieder Donaukontakt.
Das Hotel meiner Wahl war leider ausgebucht ;-( tief durchatmen jetzt nicht enttäuscht sein. Es wird also das Posthotel, leider nicht so toll aber gleich nebenan ein Italiener, ein echter Italiener – als der mitbekam, dass wir mit den Rädern auf dem Weg nach Italien sind, konnte er sich kaum beruhigen, ich bekam seine beste Carbonara und wir bekamen Restauranttipps in Rom, die wir unbedingt aufsuchen sollen und ihm dringend eine Postkarte schicken – auf keinen Fall vergessen 😉













Vielen Dank für die schönen Bilder und Reiseeindrücke. Das ist so toll, dass ihr diesen Blog habt. Wunderbar! Man fährt förmlich mit euch mit. Liebe Grüße, Bettina 🙂
Enttäuscht nun aber auch den echten Italiener nicht…ein Postkarte aus Italien. Es macht Spaß euch zu begleiten. Ganz ohne die Pedale zu treten:-)
Ciao