wir verlassen Peiting Richtung Steingaden. Es geht auf asphaltierten Wegen durch Hügellandschaften mit fetten Weidewiesen rechts und links, blauem Himmel und dicken Wolken, die zum fantasieren verführen.

Nach knapp 20km erreichen wir die Wieskirch, ein Wallfahrtsort, der immer mehr ausgebaut werden musste weil im Jahre 1738 die Bäuerin Maria Lory in den Augen einer Figur, die den leidenden Jesus am Kreuz darstellt, Tränen entdeckte. Von 1745 bis 1754 wurde von Dominikus Zimmermann dafür ein einzigartiger Wallfahrtsort geschaffen, der immerhin seit 1984 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Diesen besonderen Ort lassen wir auf uns wirken und verlassen den Platz als es zu uns zu voll wurde. Wir lassen uns treiben durch Wiesen und Felder bergauf und bergab. Es wird immer knackiger, heute ist auch die Sonne wieder sehr present. Zum Glück haben wir ein Auge für schöne Pausenplätze.

Wir radeln Richtung Füssen, dieser beliebte Ferienort ist voll bis unter die Hutschnur, Unterkünfte alle ausgebucht und ohne Ende Fahrradfahrer. Alle Altergruppen mit normalen Rädern, E-Bikes, Kinderrädern, Montainbikes und alle Leistungesstufen. Das macht die Risikoeinschätzung unglaublich schwierig, was Abstandseinhaltung und Sicherheit angeht. In Füssen angekommen stärken wir uns mit Espresso, haben aber beide das Bedürfnis uns schnell von den vielen Menschen zu verabschieden.

Unser Ziel für heute Oberpinswang in Österreich. Am Lechfall vorbei geht es auf Richtung Grenze. Ich kann es kaum abwarten im Biergarten unserer Unterkunft einen Almdudler zu trinken.

Wir kommen gut voran und unser neuer Reiseführer ist besser als vermutet 😉 Dann aber die Enttäuschung nach der Ankunft. Unser Gasthaus in Oberpinswang ist nur ein bed and breakfast – also kein Biergarten und…. es kommt noch besser, wegen Corona im Umkreis von 10km auch nix an Gastronomie, geschweige denn ein Supermarkt oder eine Tankstelle wo man einkaufen könnte ……..;-(

Also los, wir hatten keine andere Wahl, Gepäck abladen und nach Nahrung jagen….10km zurück nach Vils zum Supermarkt, dann 10km zurück um auf dem Balkon Abendbrot zu essen. Unser heutiger Bonus Track…..somit also 20km zusätzlich, aber wir sind satt.

Morgen geht es weiter in die Berge! Gute Nacht.

2 Gedanken zu „Und auf einmal ist man mitten drin….

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