wir starten ausgeruht in Langweid, wir haben so gut geschlafen, dass ich mir tatsächlich habe aufschreiben lassen welche Matratzen es waren und wo sie gekauft wurden. Aber wahrscheinlich ist das dann so, wie mit Wein, der im Urlaub schmeckt und zu Hause fragt man sich wie das passieren konnte 😉
Wir radeln jetzt viel durch Natur, jeder in seinen Gedanken und jeder im Kampf mit sich selbst bei den immer wiederkehrenden Steigungen. Unser Weg führt von Langweid über Gersthofen am Lech entlang nach Augsburg. Auch hier stellen wir wieder fest, dass eine Stadt zu erkunden bei dieser Art zu reisen nur oberflächlich geht. Eigentlich hätten wir beide gerne die Augsburger Puppenkiste gefunden, haben wir aber leider nicht. So bleibt es bei der Fuggerei, eine gelb bemalte Siedlung eine der ersten und ältesten Sozialsiedlungen der Welt, die im Jaht 1516-1523 Jakob Fugger der Reiche für bedürftige Bürger errrichtet hat. (Die Jahresmiete betrug damals übrigens umgerechnet 88cent), Weiter gab es noch den Fugger Stadtpalast und das Rathaus zu bestaunen. Wie immer bei unseren Reisen ist es einfach nicht möglich alles zu sehen.
Um Haunstetten herum wird viel dafür getan den Fluss der Lech zu erhalten, es gibt diverse Staustufen und Seen, die wieder zu Flussläufen werden. So verfransen wir uns auch wieder ein wenig, weil der gedachte Lechverlauf nur der Lech Kanal war….egal wir waren falsch und das brachte uns das „Vergnügen“ einige km auf einem Radweg neben der Autobahn zu verbringen.
So kommen wir in Landsberg am Lech an und verbringen dort die Nacht.
Am nächsten Morgen geht es weiter und ich kann den Moment gar nicht abwarten die richtigen Berge zu sehen. In der Planung der Übernachtungen wird es deutlich schwieriger. Mal sehen wie es weiter geht. Wir haben Glück und können ein letztes Zimmer in Peitig ergattern, das bedeutet für heute eine Strecke von 50km, die wir entspannt auf den Tag verteilen können.
Das ist gut auch um ein Gefühl für die Landschaftsveränderung zu bekommen. Über Vilgertshofen, Reichling (hier sehen wir das erste Mal die Berge am Horizont und hören Kuhglocken im Hintergrund) erreichen wir Peiting. Klassischer Gasthof mit Balkonen und Geranien, abends gibt es bayrische Kost und ich muss feststellen, dass ich französisch besser verstehe als bayrisch 😉



















