heute morgen sind wir ein wenig aufgeregt, wir fahren nämlich, wenn alles klappt das erste Mal richtig alpin. Wenn alles klappt bedeutet im ersten Zuge, dass das Wetter mitspielt, denn bei Regen und Gewitter würde uns die Ehrwalder Almbahn nicht in den Bereich liften, in dem Fahrräder auch fahren dürfen. Dort gibt es nämlich einen Montainbike Trail durchs Gebirge bis nach Telfs. Entfernung schwer einschätzbar, weil wir so noch nie gefahren sind.

Das Wetter spielt schonmal mit. Nur bewölkt, kein Wind und noch kein Regen. Das mit der fehlenden Sonne ein klarer Vorteil heute, wie wir schon beim Anstieg zur Talstation der Almbahn feststellen. Warum Talbahn, wenn doch soweit oben….aber die Blöße mit dem Skibus oben anzukommen wollten wir uns dann auch nicht geben.

Die Almbahn war völlig unkompliziert jeder von uns belegte eine Gondel, wir mussten nicht mal abpacken. Oben angekommen waren wir total aufgeregt und wie elektrisiert. Nun standen wir da, bereit für die Querung und passten mit unseren beladenen Tourenrädern dorthin wie ein Elefant in einen Porzellanladen. Jeder, der uns sah, hatte ein deutlichen Fragezeichen im Gesicht. Besonders die Wanderer, die sich fragten was es soll dort oben stellenweise nicht nur sich selbst nach oben zu tragen, sondern auch noch Fahrrad und 20kg Gepäck…..

Zuerst mussten wir aber noch einmal 750 Meter mit extremer Steigung zurücklegen. Fahren unmöglich. 750 Meter hören sich nicht viel an aber bergauf auf Schotter schieben ist so richtig sch… Birgits Worte waren ziemlich eindeutig 🙂 Dann hatten wir aber bei 1609 Metern unseren echten Startpunkt erreicht. Ab jetzt ging es durch das Gaistal flankiert vom Wettersteingebirge. Die kommenden 25km haben nur machbare Steigungen. Alle Wege konnten wir tatsächlich auch fahren, es waren unglaubliche Naturerlebnisse in Blog und auf Foto kaum festhaltbar.

Bis zum Schluss blieb uns das Wetter treu, erst nach der rasanten Talabfahrt nach Telfs, fing es an zu gewittern und zu regenen. Die Bergwipfel auf denen wir vorher noch gefahren hatten, verschwanden in tiefen Nebelschwaden.

Alles hat gepasst und wir sind zutiefst dankbar für diesen Tag.

In Telfs nehmen wir als einizige Zuhörer noch einen Moment an einen Orgelkonzert der Ortskirche teil und schließen den Tag mit Ziehharmonikaschunkelmusik, die vom Marktplatz in unser Zimmer hallt.

Ein Gedanke zu „Einer dieser ganz besonderen Tage….

  1. Es ist sehr spannend euch zu begleiten. Was ihr alles so anpackt und dann auch bewältigt….Hochachtung. Ich bin soo gespannt auf eure italienischen Kilometer.Ciao 🙂

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