…wir starten in Lancanau Océan und sind wieder sehr gspannt auf den Tag. Es gibt verschiedene Optionen des Vorankommens, die allerdings von Steigungen und Bootsfahrplänen abhängen.

Es geht wie gestern erstmal weiter durch Naturschutzgebiete mit Dünen“gebirge“. Ständig queren unseren Weg Jung- und Alt-surfer mit schwarzen Anzügen und federnden Schrittes, das Board scheint unter dem Arm „angewachsen“, mit seeligem Blick Richtung Meer.

Zelte Wohnmobile und VW Busse sind überall an der Strecke mit jungen und junggebliebenen, alle nur mit dem einen Ziel – die perfekte Welle zu erhaschen. (tolle Atmosphäre)

Bis zur Spitze der Landzunge nach Cap Ferret solle es eigentlich gehen und dann mit dem Schiff nach Arcachon. Leider fällt das Schiff heute wegen Bauarbeiten am Steg aus und ich bin einmal wieder froh über mein bisschen französisch Kenntnisse. Erstens, dass wir rechtzeitig davon wussten (stand nur auf der französischen Seite im Netz) und zweitens eine andere Möglichkeit zu finden, diese 155 Quadratkilometer große Bucht nicht umfahren zu müssen, sondern die Alternative nutzen zu können, die ab Le Canon nach Arcachon führt.

Dieses kleine Boot schipperte uns, nachdem alle Fahrräder von den Bootsleuten aufs Dach gehievt wurden (bei einigen Rädern, ganz schön Gewicht 😉 durch die Austernfelder in dieser riesigen Bucht. Die Bucht wirkt wie ein großer See. Viele, viele Holzpfähle wurden hier gesteckt, an denen die begehrten Austern wachsen sollen. In Le Canon wurde in der Nähe des Steges ganz klar, dass sich auch hier touristisch alles um diese Muschel dreht. Bunte Fischerhäuschen priesen Verkostung und Bewirtung an.

Angekommen in Arcachon raffen wir uns auf noch die 30km nach Biscarrosse Plage zu fahren. Vorbei an einer der größten Dünen Europas. Es ist die Wanderdüne Dune du Pilat, die sich bis zu 115 Metern hochtürmt. Das ist schon riesig!!! Besonders, wenn die kleinen Menschenpunkte darauf spazieren sieht. Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass es natürlich um die Düne herun auch ein ständiges Auf- und Ab gab und Fahrrad mit Düne auch nicht wirklich gut zusammenpasst (daher keine Besichtigung).

Angekommen in Biscarrosse Plage freuen wir uns auf die Regeneration.

Und diese sollte nötig werden, denn heute wurden es 32 Grad. Unser Weg machte einen Bogen ins Landesinnere, weil der Küstenbereich als Militärgebiet komplett abgeriegelt ist. Wir verlassen Biscarosse Plage in Richtung Biscarosse Ville, vorbei an weiteren schönen Binnenseen erreichen wir Mimizan, so schön wie alles hier so ist – die Luft wird immer drückender und im Schatten einer Kirche suchen wir via Hotspot eine Unterkunft.

Wir finden in Saint-Julien-en-Born eine Pilgerunterkunft und kaum sind wir das braut sich das Unwetter zusammen, angekündigt durch einen gewaltigen Sandsturm. Ein Glück können wir diesen frisch geduscht von innen beobachten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert