in Valladolid starten wir noch mit einer kleinen Stadtrundfahrt und versorgen uns beim Bäcker mit Bocadillos und spanischen Puddingtörtchen und dann ab auf die Eurovelo 1 weiter Richtung Portugal.

Heute werden wir nicht warm mit der Strecke… nicht, dass es nicht warm ist, sondern wir kommen einfach schwer voran. Heute ist unsere Geduld mit der Beschreibung „gut ausgebauter Radweg“ langsam am Ende, im Niendorfer Gehege dürften hier nichtmal die Ponys reiten.

Aber wir im echten Leben – das Leben ist kein Ponyhof. Und als ob die schlechten Wege nicht reichen würden, gab es die ganze Zeit Wind, von Vorne!!!! Wir hangeln uns an dem Fluß Duero auf schlechtesten Wegen entlang bis nach Tordesillas.

Dort entscheiden wir auf die Landstraße auszuweichen um Toro noch heute zu erreichen. Der Gegenwind dreht zum Nachmittag noch einmal auf, aber wir haben wenigstens Asphalt unter den Rädern. Es wird trotzdem richtig anstrengend und zermürbend – nicht nur die Kraftanstrengung, sondern auch die Geräuschkulisse tragen ihren Teil dazu bei. Wir kämpfen jeder für sich und still vor uns hin.

An einer der vielen stillgelegten Tankstellen am Rande der Landstraße nutzen wir unsere Technik um eines der wenigen Hotels in Toro auf unsere späte Ankunft vorzubereiten. Es fährt sich schon viel besser mit dem Wissen am Abend ein Bett und etwas zu Essen zu haben.

Dieses so bescheidene Hotel bietet uns, nachdem wir erleichtert in Toro ankommen den besten Ausblick von einem kleinen Balkon, den wir mit „Take away“ Essen noch nutzen. Wieder erschöpft und sehr glücklich fallen wir ins Bett.

Den Plan, den wir gestern geschiedet haben, setzen wir heute um. Wir ziehen die Abbiegung Richtung Süden vor und fahren direkt nach Salamanca ohne dem Track der eigentlichen Radroute zu folgen. So können wir uns den heutigen Nordwind zum Freund machen. Wir fahren weiter auf dem Seitenstreifen der Landstraße (in Spanien gibt es in der Regel einen ca. einen Meter breiten Seitenstreifenan an den Landstrassen), die zum Glück nicht stark befahren ist. Wir kommen gut voran und erreichen nach 75km
Salamanca so gegen 16.30 Uhr.

Noch genug Zeit für eine kleine Stadtbesichtigung in der beeindruckenden Altstadt.

2 Gedanken zu „Wir fahren so oder so mit Wind…

  1. Oha… also der Spruch mit den Ponies war gut 😀 Der wunderbare Ausblick von dem bescheidenen Hotel nach dem Quälweg ist umwerfend. Wie schön, dass es dann eine Ankunft in Salamanca gibt. Das Gute Nacht Foto ist wunderschön!(obwohl Lichtverschmutzung) Ich freue mich schon auf eure nächste Etappe. Alles Gute. Ciao

  2. Also wirklich unglaublich schöne Aufnahmen von den historischen Bauten und dazu der blaue Himmel mit den Wölkchen, märchenhaft.So einladend der Weg im Schatten der Bäume und die hohe Mauer mit der langen Bank entlang.
    Weiter so und denkt an Pausen, um Kräfte zu sammeln.
    Viele Grüße

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