… und der prüfende Blick auf die Wetter APP bestimmen immer noch das Tagesgespräch.

Heute Morgen starten wir bei 2 Grad und Nebel, wir bemühen uns sehr den letzten Abschnitt an der Saale bis Hof noch zu genießen. Es wird uns gedankt mit den ersten Sonnenstrahlen, es ist immer noch eisig aber wir sind dankbar über etwas mehr Wärme und mehr Helligkeit.

Angekommen in Hof versuchen wir noch ein weiteres Problem zu lösen. Ralfs Bremsen sind trotz vorheriger Inspektion nicht bergtauglich. Wir haben eine Fahrradwerkstatt per Internet ausfindig gemacht. Auch er total überlastet, weil es keine Mitarbeiter gibt macht er uns am Telefon wenig Hoffnung. Wir schauen trotzdem vorbei und erleben einen Vollblutprofi bei der Reparatur. Er ist Zweiradmechatroniker Meister und nach 45 Minuten war nicht nur die Bremse, sondern auch noch das Tretlager repariert. So kann es sicher weitergehen.

Unser heutiges Ende des Tages ist etwas südlich von Selb in Silberbach. Der zweite Abschnitt unserer Reise beginnt mit der Tour entlang der Deutsch/Tschechischen Grenze (Iron Curtain Trail Eurovelo 13).


Wir starten in Silberbach und steigen nach ca. 25km bei Waldsassen in den neuen Track ein. Da wir vor ein paar Jahren schon einmal in Tschechien durch den Böhmischen Wald gefahren sind ahnen wir, was auf uns zu kommt. Wir werden eins mit dem Wald.

Fährt man den Track, gibt es nur diesen einen Weg oder Pfad sonst nichts. Es gibt keine Möglichkeit auszuweichen auf Straßen oder andere Wege, ist der Track eingeschlagen muss man da durch. Es sind Abschnitte immer so um die 10 bis 20 km. Einige Abschnitte sind voll mit Schieferstücken und größeren Steinen, so dass wir schieben müssen. Die Höhe lag immer zwischen 650 und 750 Meter.

Seit Start unserer Tour vor acht Tagen ist es das erste Mal, dass wir in Cafés Pausen machen und Wärme tanken können. Ich denke, das war der Schlüssel zum Erfolg dieses Tages. Ein Schokopresso, ein Stück Torte hier und ein Kaffee mit Kartoffelsuppe dort und ein Satz warme Füße und weiter geht es. Das ist bayrische Gemmütlichkeit und unsere voll bepackten Räder vor der Tür nie ein Problem.

Insgesamt war es heute echt anstrengend, denn auch das Wetter hat alles gegeben. Auf 750m Höhe kalte Temperaturen von 2 bis 4 Grad, leichter Nieselregen und zum Schluss kamen noch starke Sturmböen dazu, die uns zum Glück meist nur von der Seite trafen. Rein wettertechnisch kommen wir uns vor wie Segler auf hoher See.

Aber irgendwie kommen wir auch diesmal durch und errreichen gegen 18.00 Uhr Bärnau. Birgits Navi sagt wir haben 1400cal. zusätzlich verbraucht, also jetzt wird ordentlich gegessen.

Ein Gedanke zu „Der Blick aus dem Fenster…

  1. Was ich bewundernswert finde ist, sich nach einer gemütlichen Ruhepause wieder auf den ungemütlichen Weg zu machen. Applaus von mir und ab jetzt hoffentlich besseres Wetter und gute Wege. Und viele leckere Schokopressos. Ich werde euch weiter bewundern. Von meiner Gartenliege aus. Ciao = Lilly

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