… wenn alles gut läuft, sehen wir heute das Adriatische Meer. I

im Casino Hotel gibt es ein gutes Frühstück und wir bepacken wieder unsere Fahrräder. Jeder vom Personal nickt uns anerkennend zu. Wir starten rechtzeitig, finden schnell unseren Track, haben schönes Wetter und Rückenwind alles perfekt oder?


Nach ungefähr drei Kilometern die erste Entscheidung. Radweg Umleitung (gibt es erstaunlich oft), führt direkt in die Berge zu den wilden Ziegen, oder die nichterlaubte, schöne, bergabführende Strasse nehmen, welche nur und ausschließlich für Muldenkipper genehmigt ist? Hier passt nur der Laster
und nicht viel mehr auf diese Strasse (ist eigentlich ja auch der Fahrradweg). Alle paar hundert Meter gibt es eine Ausweichbucht falls sich zwei Laster entgegenkommen. Wir fahren die unerlaubte Straße, vier Kilometer Nevenkitzel vorbei an einem Steinbruch, in dem die Laster beladen werden, wir nutzen die Ausweichbuchten wenn ein Laster kommt, alles passt.

Kurz darauf erreichen wir die alte Bahnstrecke Triest–Hrpelje-Kozina von 1876. Der Weg ist unbeschreiblich von den Ausblicken und Eindrücken. Wir müssen viel schieben, obwohl es fast nur bergab geht. Die Strecke hat viel zu groben Untergrund für unsere Räder. So haben wir genug Zeit die Ausblicke zu genießen.

Wir erreichen Trieste so gegen halb eins, also drei Stunden für rund 20km. Dann erwartet uns in Trieste volles Getümmel, alle sprechen nur italienisch und es bleibt Zeit für einen Espresso auf dem Marktplatz.

Um 16.00 Uhr kommen wir in Koper an und sind wieder in Slowenien angekommen. Gefahren sind wir über die Lokalbahn Triest–Parenzo (Parenzana). Eine virtuelle Linie und schon sprechen wieder alle eine andere Sprache…


Wir sind heute knapp nur knapp 60km gefahren, also praktisch gar nichts für Auto Maßstäbe, aber der Kopf ist komplett voll mit Eindrücken. Weiter für heute bemerkenswert: der Verkehr in Trieste. Autos LKW, Busse, Motorroller, Brücken, Kreisverkehre und mittendrin wir. Wir haben keine Radfahrer in der Stadt gesehen, hat wahrscheinlich seinen Grund. Alles in allem ein toller Tag 🙂

Für die weitere Radreise, so erkennen wir heute wird nicht das reine Radfahren die Herausforderung sein (hierfür haben wir uns jetzt in den letzten Wochen konditioniert), sondern die Organisaton von Streckenführung und Unterkunft.

Ein Gedanke zu „Auf dem Weg nach Italien …

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