… heute fahren wir weiter an der Loire, das Wetter ist durchwachsen und wir wissen nicht genau, was uns auf unseren Fotos mehr gefällt, das eigentliche Motiv oder die Wolken am Himmel.

Wir streifen Weinberge und landen immer wieder mit grandiosem Ausblick begleitet von dem bereits berichtetem lautstarken Froschkonzert an der Loire. Hinter uns klingt ab und zu Gewittergrollen, dem wir aber bis jetzt immer erfolgreich entrinnen können.

In Blois empfängt uns wieder ein pompöses Schloss, doch wir radeln weiter zu unserem heutigen Tagesziel auf langgezogenen Flussdeichen. In Beaugency haben wir heute wieder eine besondere Übernachtungsmöglichkeit gefunden und zwar in einem ehemaligen Kloster.

Wir haben gut geschlafen in unserem Klosterzimmer und trotzdem startet der Tag holperig. Wir sind mit den Gedanken woanders und kommen auf unserem Weg nach Orlean nicht „in den Tritt“.

Es regnet und der Himmel ist verhangen, wir sind unkonzetriert – in Orléan können wir uns nicht entscheiden wie es bei dem Wetter weitergehen soll. Wir entscheiden uns für einen weiteren Sprung mit dem Zug und zwar nach PARIS.

Alles kommt natürlich anders als in der Vorstellung. Ich war noch niemals in Paris und so…. Wie voll, wie schnell und wie groß ist Paris eigentlich????? Schon klar und es ist Freitag Nachmittag……eigentlich selbst Schuld. Schnell wird uns klar, dass eine Stadtbesichtigung mit dem Fahrrad mal so eben auf die Schnelle nicht möglich ist. Eigentlich herrscht auf den Straßen, so sieht es zumindest für uns aus, das totale Chaos.

Wir freuen uns zumindest Notre Dame und einige andere Eindrücke auf Fotos festhalten zu können, für den Eiffelturm hat es nicht mehr gelangt. Wir haben fast fluchtartig die Stadt Richtung Nordosten verlassen und sind glücklich über einen verständnisvollen und herzlichen Empfang im Novotel Nord Paris.

Heute sind wir relativ schnell aus der Stadt heraus und finden den ersten Hinweis auf die Eurovelo 3, die uns bis nach Hause begleiten wird. Es wird wieder grün um uns und mit einigen Wochenendradlern fahren wir an einem Kanal stadtauswärts. Wir genießen die Ruhe und in Gedanken hängen wir noch immer in Paris und fragen uns, warum wir den Tag als so anstrengend empfunden haben.

Der heutige Tag macht es eigentlich ganz klar, wir haben wieder unser eigenes Tempo – wir sind selbstbestimmt, keiner und nichts bedrängt uns. Sein eigenes Tempo zu haben gibt uns das Gleichgewicht und somit Zufriedenheit. In Paris war einfach zu viel Tempo, bei den Fahrradfahrern galt ganz klar das Motto: wer bremst hat verloren, egal wie brenzlich die die Verkerhrslage ist.

Jetzt haben wir heute einen wunderbaren Sonnentag mit moderaten Temperaturen, radeln über Wiesen, Felder und lange Waldwege nach Creil an der Oise. Verlängern wir die Breitengrad Linie nach Deutschland sind wir immerhin schon auf der Höhe von Saarbrücken.

Ein Gedanke zu „Ohne Ende Wolken …

  1. So tolle Bilder! Die Wolken sind auch wunderschön. Und dann diese Unterkünfte! Der kleinste Sessel, den wir je gesehen haben. 😉

    Liebe Grüße von Horst und Bettina

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