… genau so war es heute wieder auf dem Weg von Monzon bis Huesca. Mit 40 bis 50 hkm von Vorne und zwar den ganzen Tag hat uns der Wind begleitet, warum eigentlich immer bei uns????



Es ist nicht nur anstrengend für den Körper, es ist auch einfach den ganzen Tag sooooo laut!!!! Das stresst echt mega.
Dabei war die Wegführung spannend, vielfältig und wunderschön – klar auch mit Schiebeetappen und Schlammlöchern, aber einfach wunderschön. Einmal führte uns der Google Track allerdings auch vor ein verschlossenes Tor 😉 Gerne hätte man zwischendurch mal verweilt und pausiert. Meister Wind hielt uns davon ab und nahm uns zwischenzeitlich sogar den Glauben unser heutiges Ziel zu erreichen.





Das hat aber wieder mal zum Glück geklappt, zu erschöpft um sich sprachlich noch vernünftig zu artikulieren, erreichten das Endziel dann doch mit Abendessen und Badewanne – was will man mehr?









Auf alle Fälle keinen Wind mehr!!!!!!!!! Ja und dann sollen wir morgen 75km von Huesca nach Ejea de Los Caballeros fahren…






… also viel essen und viel schlafen. Morgens gibt es ein sehr gutes Frühstück. Das sieht bei Ralf inzwischen so aus, erster Gang Rührei mit Bohnen, zweiter Gang Müsli mit Joghurt und Früchten danach zum Abschluß zwei bis drei Stück Kuchen dazu zwei Kaffee und zwei Gläser Fruchtsaft.




In dieser Gegend gibt es keine Cafés oder Restaurants zwischendurch. Selbstverpflegung am Fahrrad sind Obst, Nüsse und Kleinigkeiten, die vom Frühstücksbüffet mitgegangen sind. Die Tour nach Ejea de Los Caballeros ist wieder naturmäßig ein wirkliches Highlight aber ab mittags kommt natürlich starker Gegenwind auf, der bis zum Ende immer kräftiger wird. Wir sind echt platt und langsam auch wirklich angefressen und schlecht gelaunt. Am schlimmsten ist dabei wieder mal die Lautstärke. Trotzdem immer nette Begegnungen mit Einheimischen, als uns nämlich ein Fluß ohne Querung den Weg versperrt, springt ein Landwirt vom Trecker und zeichnet uns auf dem steinigen Kiesboden eine Umleitung auf. Wir verstanden uns auch ohne Vokabeln 😉




In der historischen Unterkunft werden wir von Miguel aus der Dominikanischen Republik extrem herzlich empfangen, die wir trotz aller Unwegsamkeiten auf die Minute Pünktlich erreichen und er trägt mitleidig fast alle Packtaschen für uns hoch, sagt uns wo wir essen sollen und kümmert sich um alle Fragen. Gebannt schauen wir vor dem Schlafengehen auf die Wetter-Apps. Der Wind soll morgen fast weg sein, das wäre für uns auch ein Highlight… (mucksmäuschenstill war es in der Nacht- sogar der Kirchturm macht Pause 😉
Moin ihr Lieben. Glaubt mir, ich leide mit euch. Gegen den Wind, oder überhaupt bei Wind radeln, ist nicht so der Brüller. Umso schöner zu lesen, dass ihr, quasi als Belohnung dann auf helle Momente trefft, wie der Bauer, der euch den Weg aufmalt, Oder Miguel in der Pension. Ich wünsche euch jetzt erstmal eine ganze Weile eine unbeschwerte Strecke, voller wunderbarer Aussichten. Ciao