haben uns dazu gebracht den letzten Aufstieg nach Andermatt und den Furkapass mit der Matterhorn Gotthard Bahn zu bewältigen. An Fahrrad fahren war beim besten Willen nicht zu denken. Starkregen, Gewitter und tief hängende Wolken boten schlechte Sicht und Wassermassen, die selbst lokalen Zügen zu schaffen machten.

Wir hatten die Wahl um unserem sportlichen Ehrgeiz zu entsprechen in unserem letzten Hotel 4-5 Tage zu bleiben bis Sicht und Wetter besser ist, oder einfach weiter zu fahren, schließlich haben wir auch noch anderes vor und eine beeindruckende Passstrecke durften wir schon bei wunderbarem Wetter erleben. Hinzu kommt, dass die Strecke nach Andermatt auf Hauptstrassen nicht besonders auf Radfahrer ausgerichtet ist. Man mischt sich zwischen Lastwagen, PKWs und Motorräder als schwächstes Glied ein. Ganz traurig bin ich also nicht drum. Rein kräftemäßig und auch fahrtechnisch wären wir nun gerade soweit so etwas (eventuell) zu schaffen.

Auf unserem weiteren Weg werden sich aber noch genug Möglichkeiten bieten das unter Beweis zu stellen. Wir ruhen uns aber heute dennoch nicht auf der faulen Haut aus. Fällt es uns doch sehr schwer im Zug still zu sitzen während wir per Zug vor der Schlechtwetterfront flüchten ( ach was gefahren werden ist auch mal ganz schön). Unser Ziel war zunächst Oberwald. Mit uns viele andere Biker im Zug unterwegs. Jeder hilft jedem, keiner meckert rum und keiner bleibt zurück. Wegen übertretendem Wasser muss eine Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Dem Busfahrer war es wichtiger, dass wir noch mit Sack und Pack mitfahren als dass er pünktlich ist.

Mitreisende sorgten dafür, dass der anschließende Zug solange wartete bis wir mit den voll beladenen Rädern über Treppen das Bahngleis wechseln konnten. Dann geht es mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn auf über 2000 Meter hoch. Höhe und Geschwindigkeit können wir auf unserem Navi sehen. Bergauf nie schneller als maximal 45km/h bergab muss der Zug permanent bremsen. Enge Kurven rütteln und schütteln nur von den Bergen sieht man vor lauter Nebel nichts. Schade aber vielleicht ein anderes Mal in Wanderschuhen?

Wir waren froh als wir wieder auf den Rädern saßen. Von Brig radeln wir heute noch nach Saint Leonard. Wir haben den Rhein jetzt hinter uns gelassen und begleiten jetzt die Rhone Richtung Süden. Unser Motel liegt am Steinbruch an einer Hauptstraße. Das Bett ist toll, die Nudeln und der Rotwein auch. Morgen geht es weiter Richtung Genfer See.

Leider heute kein Internet. Also erst morgen unseren Blog 😉

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